Herr Brandner, wie sichert Ihr „Grundfunk“ trotz Reduktion unabhängige Berichterstattung und demokratische Debatten, ohne dass algorithmische Social-Media-Logik die öffentliche Meinung dominiert?
Sie betonen, ein „Grundfunk“ mache relevante Themen sichtbarer und minimiere politischen Einfluss. Gleichzeitig sind soziale Medien dominante Informationskanäle, in denen Nachrichten viral, ungeprüft und algorithmisch gesteuert werden. Eine starke Reduktion des öffentlich-rechtlichen Angebots könnte dazu führen, dass journalistische Qualität, Pluralität und sachliche Debatten unterlaufen werden und private Plattformen die öffentliche Meinung unverhältnismäßig prägen. Internationale Erfahrungen zeigen, dass eine Minimierung journalistischer Kapazitäten zu Verzerrungen der Informationslandschaft führen kann. Ich bitte daher um konkrete Darstellungen, welche Mechanismen in Ihrem Modell sicherstellen, dass fundierter Journalismus, pluralistische Berichterstattung und demokratische Kontrolle praktisch erhalten bleiben, ohne dass Social-Media-Logik indirekt die politische Meinungsbildung dominiert.
