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Simone Borchardt
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Frage von Melanie P. •

Erwarten Sie, dass Psychotherapeut:innen Therapiestunden ohne oder mit wenig Honorar erbringen und verstehen Sie, dass sich die Versorgung gesetzlich Versicherter deutlich verschlechtern wird?

Sehr geehrte Frau Borchardt,

ich bin Psychotherapeutin und frage mich, ob und wie ich meine Praxis ab Januar noch weiterführen kann. Sollten die Prognosen stimmen, werden mir auf meinem halben Kassensitz nur noch ca 18 Stunden voll vergütet. Diese 18 Stunden würden mir ca 7.000€ pro Monat einbringen, Urlaub, Feiertage und Krankheiten einberechnet. Dem stehen unveränderliche und weiter steigende Ausgaben (Miete, Finanzierung, Verwaltung, Krankenversicherung und Versorgungswerk) in Höhe von ca 5.500€ gegenüber. Mir blieben demnach nur ca 1.500€ brutto, anstelle wie bisher ca 4.500€ bei 25 Therapiestunden pro Woche. Wie soll ich diese finanzielle Lücke (auch wenn die Budgetierung zB weniger gravierend ausfällt - was niemand glaubt) schließen, wenn nicht durch Privatversicherte/Selbstzahler auf Kosten der Versorgung gesetzlich Versicherter? Haben Sie in Ihren Überlegungen einkalkuliert, dass wir Therapiestunden ohne oder mit nur quotiertem Budget erbringen (was ich nicht machen werde)?

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