Worauf stützen Sie Ihre Aussage, der Wärmepumpen-Wiederanstieg 2025/26 sei auf die geplante Abschaffung des Heizungsgesetzes zurückzuführen?
In Ihrer Rede zum Gebäudemodernisierungsgesetz (Plenarprotokoll 21/90) führten Sie den Wärmepumpen-Einbruch 2024 auf das alte Heizungsgesetz zurück ("Habeck-Knick") und den Wiederanstieg 2025/26 auf die Ankündigung Ihrer Koalition, dieses Gesetz abzuschaffen.
Die genannten Wachstumsraten (rund 55 % 2025, rund 41 % Anfang 2026) sind laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) zutreffend. Der BWP selbst nennt als Gründe für den Wiederanstieg jedoch die Energiepreisentwicklung und die Förderbedingungen – nicht die angekündigte Gesetzesabschaffung. Auch der Einbruch 2024 wird vom BWP primär mit Unsicherheiten bei der kommunalen Wärmeplanung und der Förderumstellung begründet, nicht mit der inhaltlichen Ausgestaltung des Gesetzes.
Welche Quelle stützt Ihre Kausalaussage?
Sehr geehrter Herr S.,
die von mir genannten Zahlen stützen sich auf die Marktdaten des Bundesverbandes Wärmepumpe: Nach dem Rückgang im Jahr 2024 auf 193.000 verkaufte Heizungswärmepumpen stieg der Absatz 2025 wieder deutlich auf 299.000 Geräte, also um 55 Prozent. Der BWP begründet den Einbruch 2024 insbesondere mit Verunsicherung rund um kommunale Wärmeplanung und Heizungsförderung; für den Wiederanstieg verweist er unter anderem auf wachsendes Vertrauen in die Technologie, Förderbedingungen und Energiepreisentwicklungen.
Fakt ist aber auch: In den genannten Zeiträumen hat die Politik gesetzgeberisch gehandelt. Das alte Heizungsgesetz hat erhebliche Verunsicherung ausgelöst; die Ankündigung und Umsetzung des Gebäudemodernisierungsgesetzes hat wieder mehr Technologieoffenheit und Wahlfreiheit geschaffen. Ein Zusammenhang zwischen politischem Rahmen und Marktentwicklung ist deshalb nicht auszuschließen.
Gerade deshalb war mir wichtig, das alte Heizungsgesetz zu korrigieren. Unser Ziel ist nicht, die Wärmepumpe schlechtzureden. Sie bleibt eine wichtige Technologie. Aber sie darf nicht staatlich zur einzig richtigen Lösung erklärt werden. Das Gebäudemodernisierungsgesetz setzt auf Technologieoffenheit: Wärmepumpe, Fernwärme, Hybridheizung, Biomasse, grüne Gase und andere klimafreundliche Lösungen müssen dort zum Einsatz kommen können, wo sie wirtschaftlich und technisch sinnvoll sind.
So schaffen wir Klimaschutz mit Akzeptanz: nicht durch Verunsicherung und Zwang, sondern durch Planbarkeit, Förderung und echte Wahlfreiheit.

