Sehr geehrte Herr Sascha.Wie stehen Sie zur Migrationspolitik ?
Wie schafft man es offen Menschen auf zu nehmen, sie aber auch gut in der Arbeitsmarkt zu integriern, sodass es ein friedvolles miteinander geben kann und Differenzen akzeptiert werden können.
Sehr geehrte Frau H.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Eine verantwortungsvolle Migrationspolitik muss Humanität und staatliche Handlungsfähigkeit miteinander verbinden. Wer politisch verfolgt wird, hat Anspruch auf Schutz – das ist ein grundlegendes Prinzip unseres Rechtsstaats. Aber Aufnahme allein genügt nicht. Entscheidend ist, ob Integration tatsächlich gelingt.
Dabei ist für mich ein zentraler Punkt klar: Integration ist in erster Linie eine Bringschuld derjenigen, die zu uns kommen. Der Staat kann unterstützen, fördern und Rahmenbedingungen schaffen – aber die Bereitschaft, sich einzufügen, Sprache zu lernen, zu arbeiten und unsere grundlegenden Regeln zu akzeptieren, kann er niemandem abnehmen.
Wer dauerhaft hier leben möchte, muss unsere Rechtsordnung, unsere gesellschaftlichen Normen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau respektieren. Dazu gehört auch die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und sich aktiv einzubringen. Integration bedeutet nicht nur Teilnahme an staatlichen Programmen, sondern persönliche Entscheidung und eigenes Engagement.
Gleichzeitig gilt: Wer sich ehrlich integrieren will, wer zu unserem Land passt und bereit ist, Teil dieser Gesellschaft zu werden, soll umfassende Unterstützung erhalten. Dazu gehören Sprachförderung, Zugang zum Arbeitsmarkt, Qualifizierung und echte Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe. Hilfe muss gezielt denen zugutekommen, die sie auch nutzen wollen.
Ein friedliches Zusammenleben entsteht nicht allein durch Offenheit, sondern durch gemeinsame Regeln, gegenseitigen Respekt und die klare Erwartung, dass Integration auch tatsächlich gewollt und gelebt wird.
Kurz gesagt:
Deutschland kann helfen, fördern und Chancen bieten – aber Integration muss aktiv geleistet werden. Wer diesen Weg geht, soll jede Unterstützung bekommen. Wer ihn nicht gehen will, kann auf Dauer nicht bleiben.
Mit freundlichen Grüßen
Sascha Herr

