Wie stehen Sie zur Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)?
Sehr geehrte Frau Poschmann,
im Koalitionsvertrag haben sich CDU und SPD darauf geeinigt, dass sich für mehr Transparenz und Kontrolle der Politik durch den Bürger eingesetzt wird: "Das Informationsfreiheitsgesetz in der bisherigen Form wollen wir mit einem Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger und Verwaltung reformieren“.
Im "Programm für Aufschwung und Beschäftigung" findet sich dazu:
1. Anfragen nur noch bei "berechtigtem Interesse"
2. Anfragen nur noch für natürliche Personen
3. Schwärzung der Namen von Mitarbeitern
Diese Änderungen führen dazu, dass Anfragen aus beliebigen Gründen abgelehnt werden können, Organisationen wie Amnesty International keine Anfragen mehr stellen dürfen und nicht mehr nachvollzogen werden kann, wer Entscheidungen getroffen hat.
Dies entkernt den Gedanken des IFG und öffnet Korruption Tür und Tor. Es ist damit das Gegenteil von dem, was vereinbart wurde.
Wo sehen Sie den Mehrwert für Bürger und wie werden Sie sich dazu positionieren?
M.
G. B.

