Wie stehen Sie zur Versorgung psychisch Kranker?
Guten Tag, Herr Tigges.
Als Psychotherapeutin bin ich entsetzt über die geplanten Kürzungen in der Versorgung psychisch Kranker. Wir leisten eine gesellschaftlich enorm wichtige Arbeit. Helfen denjenigen, die sich gesellschaftlich und sozial abgehängt fühlen; die unter finanziellen und beruflichen Lasten zusammen brechen. Und das soll nun weniger vergütet werden? Und, noch schlimmer, soll es eine Budgetierung geben?
Wie haben die finanzielle Last unserer Ausbildung selbst getragen; tragen 100% Verantwortung - und dürfen fortan mit noch 2/3 unseres bisherigen Einkommens auskommen müssen? Nicht nur, dass es ein Signal in die falsche Richtung ist, Menschen noch schamvoller sein lässt mit ihren psychischen Problemen und Ängste schürt. Nein, wie soll ich als Alleinerziehende, chronisch Kranke, mit steigenden Mieten und Rahmenkosten (Abrechnungsprogramm, Telematik Infrastruktur und deren erforderliche Technik, steigende Sozialabgaben) denn noch Rentengeld zur Seite legen?

