Ralph Saxe
DIE GRÜNEN

Frage an Ralph Saxe von Ynheva Fgrva bezüglich Recht

16. August 2020 - 00:09

Sehr geehrter Herr Saxe,

dem Regionalmagazin "buten un binnen" aus Bremen konnte ich entnehmen, dass Sie gesagt haben, dass im Müll von pyrotechnischen Gegenständen Arsen zu finden ist. Dies ist allerdings nicht zutreffend.

Aus diesem Grund möchte ich Sie fragen, wie sie darauf kommen?

Zudem die Frage, ob Sie es nicht auch übertrieben finden Feuerwerk zu verbieten und ob Sie sich in Zukunft etwas ausführlicher beschäftigen wollen, da die Aussage "Arsen und andere Sachen" nicht nur falsch sondern auch unausgewogen und nicht ausführlich ist.

Bitte nehmen sie zur Kenntnis, dass auch Feuerwerk eine Leidenschaft vieler Menschen ist, speziell das private Silvesterfeuerwerk einmal im Jahr ist hier ein Highlight. Möchten Sie dieses wirklich streichen und gegen eine Laser- oder Lichtshow ersetzen? Diese sind meiner Meinung nach kein würdiger Ersatz.

Quelle: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/politik/silvester-feuerwerk-bremen-100.html

Frage von Ynheva Fgrva
Antwort von Ralph Saxe
16. August 2020 - 18:36
Zeit bis zur Antwort: 18 Stunden 27 Minuten

Sehr geehrte Frau Fgrva, ich weiß, dass Arsen wie Quecksilber lange Zeit verwendet wurden und die Verwendung inzwischen verboten ist. Trotzdem ist das immer mal wieder nachgewiesen worden, was mit den illegalen Importen zusammenhängen mag. Trotzdem sind immer noch sehr viele Schwermetalle erlaubt: Kupfer, Barium, Blei, Magnesium, Strontium. Viele Chlorverbindungen. Neben den 75 Prozent verunreinigter Papp- oder Plastikabfälle entstehen große Mengen Feinstaub, 1400 Tonnen meint die Feuerwerksindustrie, 4200 Tonnen das UBA. Selbst wenn die erste Zahl stimmt, kommen dazu noch einmal die illegalen Importe. Dies wäre aber kaum ein Hebel für Einschränkung. Ich will jetzt nicht erläutern warum. Verängstigte Wild- und Haustiere, zahlreiche Verletzungen durch unsachgemäßen Gebrauch (der Sachkundenachweis ist zu Silvester ausgesetzt), viele Menschen mit Angst, erhebliche Einschränkungen der Verkehrssicherheit, unakzeptabel Müllüberreste mit Verunreinigungen, die bei einem getrennten Abwassersystem ohne Klärung in die Gewässer gelangen können. Wir werden den Gebrauch von Feuerwerk einzuschränken versuchen. Der jetzige Umgang hat mit Brauchtum so gar nichts mehr zu tun. Das Totalverbot hat in Bremen noch niemand gefordert. Lasershows könnten eine sehr coole gemeinschaftsstiftende Alternative sein.