Warum kritisieren Sie die starke Nutzung von Telemedizin, obwohl Ihre Politik Fachgeschäfte und Clubs sowie GKV Rezepte erschwert und Konsumenten sonst in den Schwarzmarkt gedrängt werden?
Sehr geehrte Frau Warken,
Sie kritisieren, dass Telemedizin für Cannabis deutlich stärker genutzt werde als die reguläre Kassenverschreibung. Diese Entwicklung ist jedoch eine direkte Folge der bestehenden Hürden: Viele Ärzt:innen verschreiben Cannabis selten, da Bürokratie, Regressrisiken und komplizierte Antragsverfahren eine Kassenverschreibung erschweren. Telemedizinische Angebote und Versandapotheken ermöglichen Patient:innen den sicheren, legalen Zugang, der ansonsten kaum möglich wäre. Das geplante Gesetz, das Telemedizin einschränken will, verschärft diese Versorgungslücke weiter. Gleichzeitig erschwert Ihre Politik die Realisierung von Fachgeschäften & Cannabis-Clubs, die Prävention und Beratung leisten könnten. Ohne diese legalen Alternativen werden Patient:innen unweigerlich wieder in den Schwarzmarkt gedrängt, wodurch die von Ihnen kritisierten Probleme verstärkt werden.
Sehr geehrter Herr R.,
vielen Dank für Ihre Nachrichten, deren Eingang wir Ihnen hiermit gerne kurz bestätigen möchten.
Zu Anfragen mit gesundheitspolitischem Bezug an Frau Warken bitten wir Sie, sich direkt mit dem Bundesministerium für Gesundheit in Verbindung zu setzen unter poststelle@bmg.bund.de.
Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen kann Ihre E-Mail nicht direkt ans Bundesministerium für Gesundheit weitergeleitet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Team Warken

