Welchen Beitrag kann Europa leisten, um die Risiken künstlicher Intelligenz unter Kontrolle zu bekommen? Wie setzen Sie sich hierfür ein?
Sehr geehrte Frau Riehl, die EU hat mit dem EU AI Act einen wichtigen Schritt in Richtung KI-Sicherheit gemacht. Aber die jüngsten Ereignisse haben gezeigt, dass das nicht ausreicht, um den Risiken wirklich entgegenzuwirken: wie Sie sicher wissen, gab es mehrere Vorfälle, bei denen KI-Modelle aus ihren Testumgebungen ausbrachen und vollautonome Hackingangriffe auf andere Unternehmen durchführten. Zum Teil war das durch die extreme Nachlässigkeit der betreffenden Unternehmen möglich. Aber es ist fraglich, ob sie ihre immer intelligenteren Systeme selbst mit perfekten Sicherheitsmaßnahmen unter Kontrolle behalten könnten. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass eine international koordinierte Verlangsamung oder Pause der Entwicklung nötig sein wird, um erst einmal zu erforschen, wie man KI-Systeme an menschlichen Werten ausrichtet und kontrolliert. Wie stehen Sie dazu, und welche Wege sehen Sie zu einer vernünftigeren Steuerung dieser Entwicklung?

