Michael von Abercron
CDU

Frage an Michael von Abercron von Zvpunry iba Yüggjvgm bezüglich Umwelt

08. Januar 2020 - 10:09

In der medialen Darstellung des Klimawandels wird oftmals eine lineare oder exponentielle Klimakurve dargestellt. In Rahmsdorfs und Schellnhubers Buch „Der Klimawandel“ ist auf Seite 41 jedoch zu lesen: Man kann von der Physik ausgehen, nämlich von der im Labor gemessenen Strahlungswirkung von CO2, die ohne jede Rückkopplung direkt eine Erwärmung um 1,2 Grad bei einer Verdopplung der Konzentration bewirken würde“. Setzt man diese Vorgabe in einem Temperatur-/CO2-Koordinatensystem um, erhält man eine logarithmische Kurve, d.h., je stärker das CO2 ansteigt desto mehr schwächt sich die Temperaturerhöhung ab. Unter dieser Erkenntnis bleibt von der linearen oder exponentiellen Klimakurve, die uns eine Klimakatastrophe visuell vor Augen führen soll, nicht mehr viel übrig. Vielmehr nähern wir uns langsam den Temperaturparametern der mittelalterlichen Warmzeit ( https://www.bing.com/images/search?view=detailV2&ccid=HsGMLAmQ&id=6F03DBBE4D89EDDFE9E10BA47A4D5A813EA210B1&thid=OIP.HsGMLAmQJES38hUw-epd1gHaE-&mediaurl=http%3a%2f%2fkaltesonne.de%2fwp-content%2fuploads%2f2014%2f04%2fdwd2.gif&exph=594&expw=883&q=globaltemperatur+der+letzten+3200+Jahre&simid=608001453893225645&selectedIndex=0&ajaxhist=0 ), die retrospektiv betrachtet für die Bevölkerung ein Segen war. Warum wird der heutige Weg in die Wiederholung der segensreichen mittelalterlichen Warmzeit von Ihnen bzw. Ihrer Partei schlechtgeredet?

Frage von Zvpunry iba Yüggjvgm
Antwort von Michael von Abercron
09. Januar 2020 - 16:03
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 5 Stunden

Sehr geehrter Herr iba Yüggjvgm!

Mir ist nicht bekannt, dass sich meine Partei konkret zur „segensreichen mittelalterlichen Warmzeit“ geäußert hat. Vielmehr geht es doch darum, alle möglichen Risiken einer Klimaerwärmung abzuschätzen und wenn nur irgend möglich, so sie denn menschengemacht ist, einzudämmen. Es kann doch keine Frage sein, dass ein Klimawandel Gewinner und Verlierer haben wird. Schon jetzt ist absehbar, dass gerade die ohnehin gefährdeten Zonen besonders bedroht sein werden (Überflutung, Dürren)! Wie das Ganze in den gemäßigten Zonen ausgeht, ist zumindest offen und nicht ohne zusätzliche extreme Wetterrisiken auch für uns. Ohne dass ich mich jetzt auf die physikalischen Theorien des Klimawandels berufen möchte, ist es doch einsichtig, dass auch eine logarithmische Kurve bei der Temperaturerhöhung durch die Klimagase nicht ausschließt, dass es zu entsprechend negativen Wirkungen bei einer Überschreitung bestimmter Maxima kommen kann. Bei allen Unsicherheiten in dieser Bewertung muss es aber Aufgabe der Politik sein, soweit es möglich ist, eben diese Risiken vorsorgend auszuschließen oder sie wenigstens zu minimieren!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Michael von Abercron