Michael Siethoff
Tierschutzpartei
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Frage von Nqnz Jvegm an Michael Siethoff bezüglich Bildung, Kultur, Forschung und Technologie

Sehr geehrte Herr Siethoff,

als Tierfreund bin ich empört, dass in der EU die schlimme Praxis des Schächten aus "religiösen" Zwecken zugelassen ist. Dem gequälten Tier ist es aber egal, ob er von einem Christen, Juden oder Moslem geschächtet wird, die Schmerzen, die Angst sind gleich.

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass hier irgendwelche mittelalterliche Ritten einen höheren Stellenwert haben, als die Würde des Tieres. Es gibt unzählige wissenschaftliche Nachweise, die belegen dass Tiere beim Schächten unendlich leiden, trotzdem wird diese Praxis erlaubt.

Wie stehen sie, als eine Tierschutzpartei, zum Schächten?

Mit freundlichen Grüssen
Adam Wirtz

Von: Nqnz Jvegm

Antwort von Michael Siethoff (Tierschutzpartei)

Sehr geehrter Herr Wirtz,
Hallo,

ehrlich gesagt bin ich ein wenig befremdet darüber, dass Sie gerade der Tierschutzpartei, bzw. mir als deren Vertreter, eine solche Frage stellen. Schächten bedeutet, dass dem Tier bei vollem Bewusstsein, die Kehle aufgeschnitten wird und es nach langem Todeskampf an Blutverlust stirbt. Das ist tatsächlich ein sehr grausamer Tod und unserer Meinung nach gibt es hierfür keine Rechtfertigung. Wir sprechen uns also ganz klar gegen das Schächten aus!

Religionsfreiheit ist für unsere Partei kein leeres Gerede, sondern gelebte Realität. Aber letztlich hat alles, auch z.B. Wissenschaftsfreiheit, eine Grenze, die sich an moralischen und ethischen Normen mißt. Für uns liegt diese Grenze dort, wo fühlenden Lebewesen Schaden zugefügt wird! Wir haben uns in der Vergangenheit auch immer wieder gegen das Schächten ausgesprochen, auf unserer Homepage werden Sie entsprechend fündig.

Ich finde es übrigens schön, dass Sie in Ihrer Frage geschrieben haben, dass es dem Tier egal ist, ob es durch ein muslimisches, jüdisches oder christliches Messer getötet wird. Das ist sicherlich richtig. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auf die Tiere hinweisen, die in der Massentierhaltung trotz anderslautender Tierschutzbestimmungen, unbetäubt getötet werden. Die Tiere, die im industriellen Ablauf "das Pech" haben dem Bolzenschuss, dem Stromschlag oder was es sonst gibt, zu entgehen und bei vollem Bewusstsein ins Brühbad gelangen... und auch entsetzliche Qualen leiden, bevor sie sterben. Leid lässt sich vielleicht quantitativ messen, aber letztlich ist es immer individuell. Und das ist unser Hauptanliegen!

Mit freundlichen Grüssen
Michael Siethoff

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