Wie rechtfertigen Sie als E-Health-Experte des Ausschusses,dass chronisch Kranke trotz digitaler Systeme Zuzahlungen im Januar bar vorstrecken o. Quittungen sammeln müssen,weil der Härtefall versagt?
Sehr geehrter Herr Abgeordneter Mieves,
als stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der SPD und Experte für Digitalisierung im Gesundheitswesen setzen Sie sich für faire, innovative Versorgung ein. Das neue GKV-Gesetz bürdet einkommensschwachen Chronikern jedoch unzumutbare Lasten auf, die auch digital nicht abgefangen werden.
Die Erhöhung der Zuzahlungen führt dazu, dass schwere Krankheitsfälle die 1%-Belastungsgrenze oft schon im Januar erreichen. Obwohl das E-Rezept existiert, müssen Betroffene immense Beträge in den Apotheken bar vorstrecken, da die digitale Echtzeit-Übermittlung des Befreiungsstatus zwischen Kassen u. Apotheken im Alltag versagt. Dieses Geld fehlt im Januar für Lebensmittel, was zu gefährlichem Medikamentenstrecken führt.
QUELLE:Der Paritätische Gesamtverband belegt in seiner Expertise „Armut u Gesundheit“, dass finanzielle Vorleistungen bei Zuzahlungen einkommensschwache Chroniker massiv benachteiligen u eine unüberwindbare soziale Barriere darstellt

