Warum wollen Sie als Mitglied der Jury für die Neue Oper in der Hamburger Hafencity an einem Verfahren mitwirken, bei dem gegen die Richtlinie für Planungswettbewerbe verstoßen wird?
Das Hamburger Abendblatt berichtet, dass Sie der Jury für die neue Oper angehören. https://www.abendblatt.de/hamburg/kultur/article409467189/hamburgs-neue-oper-wer-darueber-entscheidet-wie-sie-aussehen-soll-kuehne-staatsoper-hamburg.htmlIn der 16-köpfigen Jury sollen nur vier Architekten sitzen. Damit wird gegen die Richtlinie für Planungswettbewerbe verstoßen, dass mindestens die Hälfte der Preisrichter sogenannte Fachpreisrichter sein sollen. Fachpreisrichter müssen laut § 6 die fachliche Qualifikation der Teilnehmer haben, müssen also fachlich so qualifiziert sein wie die Architekten(büros), die sich an dem Wettbewerb beteiligen.https://www.akhh.de/fileadmin/Kunden_Upload/Recht/Richtlinien_f%E3%80%89_Planungswettbewerbe_der_FHH_RPW_2015.pdfDie Architektenkammer hat ihren Unmut sehr deutlich kundgetan:https://www.akhh.de/aktuell/nachrichten/artikel/neubau-der-staatsoper-hamburgische-architektenkammer-fordert-transparenz-wettbewerb-qualitaet-und-staerkung-der-innenstadt

Sehr geehrter Herr S.
es handelt sich um eine Ausschreibung der HSO Projekt GmbH, einer 100%igen Tochter der Kühne Stiftung, für die die genannten Richtlinien nicht gilt. Um die Interessen der Stadt zu wahren, hat die Stadt mit der Stiftung vereinbart, dass die Hälfte der Mitglieder der Jury Vertreterinnen und Vertreter öffentlicher Interessen sind.
Mit besten Grüßen
Martina Koeppen