Mario Czaja
CDU
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Frage von Zngguvnf Fpuveezrvfgre an Mario Czaja bezüglich Gesundheit

# Gesundheit 26. Jan. 2016 - 14:54

Sehr geehrter Hr. Czaja,

bei der Abstimmung über die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen auf dem ehemaligen Tempelhofer Flughafengelände bitte ich Sie folgendes zu bedenken.

Der Gesundheitszustand vieler Flüchtlinge wird aufgrund der vorangegangenen Strapazen und fehlenden medizinischen Versorgung angeschlagen sein. Zentrale Lager sind ideale Nährböden für Infektionen. Anzahl, räumliche Nähe und geschwächte Immunsysteme begünstigen den Umfang und die Schnelligkeit der Verbreitung von Krankheitserregern. Eine schnelle Auslese wird kaum möglich sein, da eine Infektion nicht automatisch mit sofort erkennbaren Symptomen einhergeht. Auch eine präventive generelle Verabreichung von Antibiotika verbietet sich, da niemand die Entwicklung multiresistenter Keime riskieren möchte.

So einleuchtend einige Vorteile einer zentralen Verwaltung auch sein mögen, es nicht sinnvoll (und auch nicht preiswerter),
dafür leichfertig die Gesundheit von Zuwanderern und Einheimischen bewußt aufs Spiel zu setzen.

Wie ausgereift sind denn die Pläne für einen derartigen Ernstfall ?

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dies bei der Abstimmung am 28. Januar beherzigen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Pharmazeut,
Matthias Schirrmeister

Von: Zngguvnf Fpuveezrvfgre

Antwort von Mario Czaja (CDU)

Sehr geehrter Herr Schirrmeister,

für die Bewältigung des hohen Zugangs an Flüchtlingen wurde auf meinen Vorschlag hin im Senat im Herbst 2015 ein Landesweiter Koordinierungsstab gebildet. Diesem Stab stehe ich vor. Eine der Arbeitsgruppen dieses Stabes ist die AG Medizinische Versorgung. Diese hat für die medizinische Versorgung der Flüchtlinge am Flughafen Tempelhof einen Vertrag mit Vivantes und dem St. Josef-Krankenhaus abgeschlossen. Ärzte und Pfleger sind daher regelmäßig und zu festen Zeiten ebenso vor Ort, wie Ansprechpartner für Sondersituationen. Zudem besteht ein regelmäßiger Kontakt mit der Amtsärztin des Bezirks, um bei Erkrankungen wie bspw. Masern einen schnellen Umzug in eine andere Einrichtung und eine separate Unterbringung bis dahin in einem gesonderten Bereich des Flughafens Tempelhof zu ermöglichen.

Ihre Bedenken sind daher schon früh in meine Abwägung für die Entscheidung am vergangenen Donnerstag im Parlament eingeflossen. Ich danke Ihnen für Ihre Hinweise.

Mit freundlichen Grüßen

Mario Czaja