Sehr geehrte Frau kaminski wie stehen zu einer eigenen Gedenkstätte Behidertemorde in wunstorf psy klinik und zur Legion Condor am Fleigerhorst wunstorf und SPnv nach steinhude
Hallo Michael E.,
die Verbrechen im Kontext der Euthanasie-Morde während des Nationalsozialismus sind ein zentraler Bestandteil deutscher Erinnerungskultur. Dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte dürfen wir in unserer Erinnerung nicht vernachlässigen. Einrichtungen wie die Psychiatrie in Wunstorf waren Teil dieses Systems. An dem Gelände der KRH-Psychiatrie in Wunstorf befindet sich meiner Kenntnis nach bereits eine kleine Gedenkstätte für die Opfer der Verbrechen des Nationalsozialismus.
Ich befürworte allerdings selbstverständlich weitere Gedenkstätten, die an die Opfer der Verbrechen der NS-Zeit erinnern, so auch jene der Legion Condor in Spanien. Ein Mahnmal im Fliegerhorst Wunstorf wurde am 8. September 2017 bereits in Form eines Steines, dem sog. Gernikastein, niedergelegt, um an die Opfer der Flächenbombardierung und Zerstörung der Stadt Gernika im Baskenland durch die Legion Condor zu erinnern. Allerdings war diese Niederlegung mit erheblicher Kritik verbunden: Es habe sich um eine PR-Aktion gehandelt und das Militärmuseum der Bundeswehr würde zugunsten der Rolle des Flugplatzes in der Luftbrücke für Berlin zu wenig über die Rolle des Flugplatzes für die Menschenrechtsverbrechen der Luftwaffe in Spanien während des spanischen Bürgerkrieges informieren. Sollte dies zutreffen möchte ich mich dafür einsetzen, dass das Museum dieser historischen Verantwortung angemessen gerecht wird und die Geschichte des Flugplatzes nicht beschönigend dargestellt wird. Neben dem Gernikastein wäre hierfür eine öffentlich zugängliche Gedenktafel angemessen, die auch an die weiteren unzähligen Menschenrechtsverbrechen der Legion Condor erinnert.
Mit freundlichen Grüßen
Maren Kaminski

