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Mareike Lotte Wulf
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Frage von Henrike S. •

Was können Sie tun, damit sich die psychotherapeutische Versorgung nicht verschlechtert, vor allem für Kinder und Jugendliche?

Sehr geehrte Frau Wulf, als niedergelassene KJP-Therapeutin und schaue mit extremer Besorgnis auf die diskutierten Veränderungen, v. a. die Budgetierung. Ich befürchte, dass ich dann von meinem Beruf in der Selbstständigkeit nicht mehr finanziell leben kann. So könnte es anderen Therapeut:innen auch gehen, Praxen könnten geschlossen werden, weniger Therapien werden angeboten, eine Niederlassung für Nachwuchs unattraktiv. Jetzt schon warten Patient:innen ein Jahr auf einen festen Therapieplatz im Landkreis Hameln-Pyrmont. Diese Wartezeiten würden sich weiter verschärfen. Und das bei Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Jahr Zeit extrem bedeutsam ist. Jeder investierte Euro in Psychotherapie ist eine Prävention gegen weitaus höhere Langzeitfolgen und Kosten. Was für eine Gesellschaft sind wir, dass die, die Hilfe und Schutz besonders benötigen, diese nicht bekommen? Ihre Kollegin Simone Borchardt äußert sich ebenso besorgt und kritisch gegenüber der Budgetierung. Wie stehen Sie dazu?

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