Manfred Grund
CDU
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Frage von Treuneq Xanor an Manfred Grund bezüglich Verkehr und Infrastruktur

# Verkehr und Infrastruktur 02. Juni. 2009 - 22:17

Sehr geehrter Herr Grund

Geduldig warte ich seit 19 Jahren immer noch am Bahnübergang Mühlhauen von Görmar kommend auf das Öffnen der Schranken, welche tagsüber mehr als ein Drittel des Tages geschlossen sind. Seit 19Jahren mache ich mir Gedanken, wie viel Zeit den Bürgern verloren geht,wie viel Treibstoff mit CO2-Ausstoß in die Luft geblasen wird und noch viele andere Probleme, welche dieser Übergang hervorruft. Da meineGeduld langsam zu Ende geht , würde ich von Ihnen gern die Terminplanung erfahren, da andere Verkehrsobjekte schon seit einigerZeit beendet sind. Nach der lange fälligen Umgehungsstrasse wage ich gar nicht erst zu fragen.

Mit freundlichen Grüßen

G.Knabe

Von: Treuneq Xanor

Antwort von Manfred Grund (CDU) 04. Juni. 2009 - 10:54

Sehr geehrter Herr Knabe,

Ja, das Warten an Bahnanlagen ist ärgerlich für Autofahrer. Ich stimme Ihnen voll zu.

Neue Kreuzungspunkte werden in aller Regel als Brücken oder Tunnel ausgeführt, damit eben kein Verkehrsträger auf den anderen warten muss. Brücken und Tunnel sind aber besonders aufwändig und teuer. Die Kosten teilen sich Bund, Bahn und die Stadt. Da hakt es mitunter. Selbst neuralgische Punkte können nicht alle sofort entschärft werden.

Die gute Nachricht: Für den Bahnübergang Richtung Görmar besteht Baurecht für eine neue Unterführung. Die Stadt und das Straßenbauamt Nordthüringen haben die Kostenteilung sowie eine Verwaltungsvereinbarung bereits geschlossen. Der Bund hat am 18. März 2009 ebenfalls unterschrieben. Jetzt liegt der Vertrag bei der Bahn. Wenn der neue Vorstand der DBAG unterschrieben hat, könnte es im Januar 2010 mit dem Bau losgehen. Bis dahin werden die Umgehung für Autos und Lkw wie auch für die Züge geplant und in den Fahrplan eingetaktet. Dieses Verfahren wird sich nicht beschleunigen lassen.

Am 17. Juni 2009 werde ich bei der Bahn die Frage der Kreuzungsvereinbarung nochmals ansprechen.

Die Stadt Mühlhausen wird den Bahnübergang in die Entschärfung des Wagenstedter Knoten einbeziehen. Dabei hat es seit 2005 auch Umplanungen gegeben, die zu den Verzögerungen beigetragen haben. Für Mühlhausen stellte sich die innerstädtische Lage mit dichter Anliegerbebauung zudem als Problem dar. Wie Sie sich sicher erinnern, mussten einige Häuser abgerissen werden, um Platz zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen
Manfred Grund