Dr. Maiken Winter

| Kandidatin Bayern
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Jahrgang
1968
Wohnort
Raisting
Berufliche Qualifikation
Doktor der Naturwissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Biologin
Stimmkreis

Stimmkreis 131: Weilheim-Schongau

Stimmkreisergebnis: 3,11 %

Wahlkreisliste
Oberbayern, Platz 6
Parlament
Bayern

Bayern

In jedem Eingangsbereich einer bayerischen Behörde soll ein Kreuz hängen.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Das Kreuz symbolisiert den christlichen Glauben und nicht den bayrischen Staat. Wenn die bayrischen Behörden sämtlich ganz im Sinne des Christentums agieren würden, dann wäre ein Kreuz in den Sehörden vertretbar. So aber erscheint der Kreuzerlass wie ein Missbrauch des christlichen Glaubens.
Nach 35 Beitragsjahren sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Grundrente erhalten.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Dies soll aber nciht nur für menschen gelten, die 35 in einem Beruf gearbeitet ahben, sondern auch all diejenigen, die ihre Zeit und Kraft der Sorge um einen Angehörigen gegeben haben.
Es soll an jeder bayerischen Grundschule eine verpflichtende Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag geben.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Auch wenn eine Ganztagsbetreuung sinnvoll ist, lehne ich eine Verpflichtung ab. Denn Eltern sollten eine freie Wahl haben, ob sie ihr Kind ganztägig unterbringen wollen oder nciht.
Menschen mit sehr hohem Einkommen zahlen derzeit ausreichend Steuern.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Insgesamt muss das Steuersystem vollkommen neu gestaltetw erden. Statt Arbeit zu besteuern sollt der Ausstoss von Treibhausgasen besteuert werden. Dadurch hätten wir eine sehr viel gerechtere Art der Besteuerung und eine Möglichkeit, Treibhausgasemissionen zu minimieren.
In Bayern sollen weniger unbebaute Flächen versiegelt werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Die immer weitere Zerstörung unserer Landschaft ist eine Katastrophe. Die Schönheit bewahren ist wesentlich und sollte ein Grundauftrag der Regierung sein. Stattdessen wird unsere Heimat systematisch immer weiter zerstört durch immer mehr Straßen, Gewerbegebiete und die industrielle Landwirtschaft.
Asylsuchende sollen an der bayerisch-österreichischen Grenze zurückgewiesen werden, wenn sie bereits in einem anderen EU-Land registriert sind.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Diese Regelung ist meiner Menung nach vollkommen irrsinnig. Natürlich kommen sehr viel mehr Flüchtlinge in den Mittelmeerstaaten an als im zentralen Deutschland in das man nur über den Flugweg gelangen kann. Warum sollen diese Staaten alle Flüchtlinge aufnehmen?
Bayern soll Unternehmen fördern, die ihren Unternehmensstandort von Metropolregionen in den ländlichen Raum verlagern.
Position von Dr. Maiken Winter: Neutral
Der Staat muss den ländlichen Raum ordentlich mit Einrichtungen der Daseinsvorsorge (Breitbandversorgung, Kultur, Behörden, Universitätsinstitute etc.) ausstatten. Dann werden diese Räume auch für Unternehmen wieder interessanter. Eine direkte Förderung der Verlagerung lädt zu Mitnahmeeffekten ein.
Aufgrund der Ernteausfälle durch die Dürre in diesem Sommer sollen Bauern finanziell entschädigt werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Ein finanzieller Ausgleich ist in einer Krisensituation wichtig. Aber die Ausgleichszahlung sollte mit der Aufforderung gekoppelt werden, dass die industrielle Landwirtschaft sich endlich für den Klimaschutz stark macht . Es geht nicht an, dass Nicht-Handeln finanziell immer wieder ausgeglichen wird
Es soll ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Absolut. 100% Ja! Die Politik muss unbedingt vom Einfluss der Industrie entkoppelt werden! dazu gehört auch ein verbot von geldspenden von Industrie an Politiker.
Die Polizei soll Telefone auch ohne richterlichen Beschluss abhören dürfen.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Absolut Nein! Das wäre ein Aufheben des Rechtsstaates.
Lehrerinnen und Lehrer an bayerischen Schulen sollen grundsätzlich unbefristete beschäftigt werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Unbefristete Beschäftigungen sind wesentlich für die Familienlanung, für Verbundenheit mit der Heimat, für gesunde soziale Kontakte und damit auch für die Zufriedenheit der Menschen. Warum sollte diese Sicherheit aufgehoben werden?
Die dritte Startbahn des Flughafens München soll gebaut werden, obwohl der Bürgerentscheid sich dagegen ausgesprochen hatte.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Bürgerentscheide und Volksentscheide zeigen den Willen der Bürger. Sich darüber hinwegzusetzen zeugt von einem Desinteresse an den Bürgern, das erstaunlich ist. Zusätzlich ist in Zeiten des gefährlichen Klimawandels eine 3. Startbahn gundsätzlich abzulehnen.
Dieselfahrzeuge mit hohem Schadstoffausstoß sollen nicht mehr in den Innenstädten fahren dürfen.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Feinstaub und Stickoxid sind direkte Gefährdungen des Lebens insbesondere von Kindern. Die Innenstädte sollten so bald wie möglich vom motorisierten Individualverkehr freigehalten und durch sichere Fahrradwege sowie durch preisgünstige Angebote eines elektrifizierten ÖPNV erschlossen werden.
Es ist richtig, dass der Freistaat Familien beim Hausbau und Immobilienkauf finanziell unterstützt (Baukindergeld Plus).
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Der Flächenfrass sollte gestoppt, nicht gefördert werden. Der Traum vom eigenen Haus sollte daher nicht auch noch subventioniert werden. Stattdessen sollten mehr alte und leerstehende Gebäude saniert werden und
Asylsuchende sollen eher Geld- statt Sachleistungen bekommen.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Geld fördert die Unabhängigkeit und den Sinn von Eigenverantwortung. Den sollten wir fördern statt Asylsuchende in Abängigkeit (und dadurch oft Frust) zu halten.
Es soll in Bayern mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen geben.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Videokameras können Verbrechen nciht verhindern. Aber sie fördern die Überwachung welche die Freiheit der Bürger begrenzen könnte.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Das wird angesichts des Personalmangels in diesem wichtigen Bereich nicht vermeidbar sein. Dabei muss aber auf die gute Ausbildung der angeworbenen Kräfte geachtet werden. Eine Absenkung der Standards in der Pflege von alten und schwer behinderten Menschen darf es nicht geben.
Die Staatsregierung soll sich dafür einsetzen, dass wieder mehr Jugendliche einen Ausbildungsberuf ergreifen statt ein Studium zu beginnen.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Die Wahl des berufes ist die Entscheidung jedes einzelnen. Der Staat kann beraten, aber darf sich nciht aktiv in die Entscheidung der Jugendlichen einmischen.
Es soll in Bayern mehr staatlich geförderte Programme gegen Rassismus und Antisemitismus geben.
Position von Dr. Maiken Winter: Stimme zu
Immerhin ist in Bayern die Fahrt an einen Gedenkort des nationalsozialistischen Staatsterrors Verpflichtung für alle Schulen. Die von der AfD geforderte „180-Grad-Wende“ in der Erinnerungskultur darf es nicht geben: Es drohen Vergessen, Verharmlosung und Wiederaufleben antihumaner Haltungen.
Die Mietpreisbremse soll verschärft werden.
Position von Dr. Maiken Winter: Lehne ab
Die Mietpreisbremse ist in ihrer gegenwärtigen Verfassung leider wenig wirksam. Was nötig aber noch nicht optimal ist, muss verbessert, nicht abgeschafft werden: Alleine die Streichung vieler heute geltender Ausnahmen von der Mietpreisbremse würde dieses Instrument schon sinnvoll verbessern.

Die politischen Ziele von Dr. Maiken Winter

Mein größtes Anliegen ist der Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Natürlich gibt es viele weitere wichtige Probleme wie z. B. sozialer Wohnungsbau und Absicherung in der Rente. Doch die dringlichste Aufgabe ist es, die Lebensgrundlagen für uns, unsere Kinder und Enkel zu erhalten. Dies ist nicht gewährleistet, wenn wir weiterhin in einer Weise wirtschaften, in der der Profit vor dem Wohl von Mensch und Natur steht. Um langfristig gut zu leben, muss das Gemeinwohl richtungsweisend für die Wirtschaftspolitik sein. Daher vertritt die ÖDP eine Gemeinwohl-Ökonomie, in der das Wohl aller, auch der zukünftigen Generationen, bedacht wird. Unverzichtbare Bestandteile der Gemeinwohlsicherung sind neben Arbeitsschutz- und Umweltschutzregeln auch die Verhinderung von Monopolen und Oligopolen sowie von Verwicklungen zwischen Politik und Industrie – inklusive Firmenspenden an Parteien. Daher nimmt die ÖDP keinerlei Firmenspenden an.

Besonders wichtig ist der Gemeinwohl-Gedanke in der Energiepolitik. Bisher werden im energiewirtschaftlichen „Zieldreieck“ aus Wirtschaftlichkeit, sozialer Gerechtigkeit und Ökologie ständig Kompromisse zulasten der Ökologie eingegangen. Ohne die Bewahrung der Lebensgrundlagen sind aber kein soziales Zusammenleben und keine Ökonomie dauerhaft überlebensfähig. Bei Fragen der Energiepolitik muss daher die Ökologie und Gerechtigkeit grundsätzlich Vorrang haben. Da sich Gerechtigkeit auch auf zukünftige Generationen bezieht, müssen wir heute überlegen, wie unsere Entscheidungen und Handlungen – egal, ob in sozialer, finanzieller oder ökologischer Hinsicht – sich auf unsere Enkel und Urenkel auswirken werden. Daher besteht kein Zweifel, dass wir so schnell wir möglich – spätestens bis 2030 - aus den fossilen Energien aussteigen müssen.

Die Familie ist als Grundsäule unserer Gesellschaft unverzichtbar. Kinder übernehmen die Aufgaben, die die derzeit arbeitende Bevölkerung im Alter nicht mehr bewältigen kann; sie werden das Geld verdienen, welches dem Staat ermöglicht, Rente auszuzahlen. Familien mit Kindern sind also für die gesamte Gesellschaft unschätzbar wertvoll – und sollten deswegen auch, etwa mit einem sozialversicherungspflichtigen Erziehungsgehalt, honoriert werden.

Spezifisch in unserem Wahlkreis halte ich die Wohnungsnot und die Zersiedlung unserer wunderschönen Landschaft für besonders problematisch. Auch beim Wohnen sollte daher gelten: Mensch vor Profit! Wir wollen Wohnraum schaffen, der den Möglichkeiten der Mieter entspricht, nicht den Interessen von Investoren.

Um die Naturzerstörung zu reduzieren, sollten u. a.: 1) Alternative Mobilitätskonzepte erarbeitet werden, die eine echte Alternative zum Individualverkehr darstellen – und dadurch zusätzliche Straßen unnötig machen; 2) der Bau von Gewerbegebieten abseits von Ortschaften grundsätzlich verboten werden; 3) der Bau von Mehrfamilienhäusern konkret gefördert werden, denn sie benötigen pro Bewohner sehr viel weniger Fläche und auch weniger Energie zum Heizen; und 4) Leerstände verwendet werden statt neue Wohnhäuser zu bauen, um bereits versiegelte Flächen zu nutzen.

Ich würde mich sehr freuen die Möglichkeit zu haben, im Bayrischen Landtag für eine ökosoziale Politik einzustehen, die das langfristige gute Leben der Bürger vertritt, nicht die kurzfristigen Profitinteressen Einzelner.

Über Dr. Maiken Winter

Geboren und aufgewachsen in München, habe ich mich schon früh im Naturschutz in Bayern, u. a. als Mitglied in der Jugendgruppe des Landesbundes für Vogelschutz, engagiert. Doch nach dem Biologiestudium in Tübingen trieb es mich zunächst in die USA, da die Weite und Schönheit der nordamerikanischen Prärie mich tief bewegte, und ich zum Schutz dieser einmaligen Flora und Fauna beitragen wollte.

Nach meiner Promotion an der University of Missouri in Columbia arbeitete ich 10 Jahre an der Cornell Universität, Lab of Ornithology, USA. Mein Forschungsgebiet umfasste die Fragestellung, wie sich die Zerstückelung der Landschaft auf Populationen von Prärievögeln auswirkt. Dazu führte ich meine Forschungen in Missouri, Minnesota und Nord- und Süd-Dakota aus.

Seit einem Training mit dem früheren US-Vizepräsidenten Al Gore im Jahre 2007 im Rahmen des Climate Reality Projects habe ich mich darauf fokussiert, Vorträge und Workshops über den Klimawandel, seine Konsequenzen und Lösungsmöglichkeiten zu halten. 2008 zog ich dann mit meinen beiden Töchtern zurück in meine alte Heimat. Dort gründete ich 2012 den gemeinnützigen Verein WissenLeben , um die Dringlichkeit des Klimawandels effektiver kommunizieren zu können.

Ich bin seit 2012 Mitglied in der ÖDP, weil sie für mich die einzig wählbare Partei ist, denn sie steht konsequent hinter dem Leitspruch „Mensch und Natur vor Profit!“ der meine Grundeinstellung zu 100 % zusammenfasst.

Ich würde mich sehr freuen, mich im Bayrischen Landtag für eine lebenswerte Zukunft einnetzen zu können.

Alle Fragen in der Übersicht

(...) leider wurde das Volksbegehren gegen den Flächenfraß nicht zugelassen. Gibt es Vorschläge, wie dem ausufernden Flächenverbrauch trotzdem Einhalt geboten werden kann? (...)

Von: Tnonevryn Fpuvzzre-Töerfm

Antwort von Dr. Maiken Winter
ÖDP

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