Dr. Maiken Winter

| Kandidatin Bundestag
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Maiken Winter
Jahrgang
1968
Wohnort
Raisting (Weilheim-Schongau)
Berufliche Qualifikation
Dr.
Ausgeübte Tätigkeit
Biologin
Parlament
Bundestag
Wahlkreis
Weilheim

Die politischen Ziele von Dr. Maiken Winter

Ich trete an, um folgenden Themen zu stärkerem Gewicht zu verhelfen:  Die Politik soll zum Wohle aller, und ganz besonders zum Wohl der zukünftigen Gernerationen handelt.  Das bedeutet, dass bei allen Entscheidungen das Gemeinwohl und der Schutz von Natur und Klima oberste Priorität haben müssen. Vorteile für wenige dürfen nicht zum Schaden vieler bevorzugt werden. Der ÖDP-Wahlspruch „Mensch und Natur vor Profit“ spricht mir daher aus ganzer Seele.

Am dringendsten erscheinen mir Korrekturen in folgenden Punkten: Ein rascher und endgültiger Ausstieg aus allen fossilen und nuklearen Energieträgern, spätestens bis 2040; eine verantwortungsvolle Regelung und Reduzierung des Flächenverbrauchs; eine gerechte Entlohnung von Arbeit; stärkere Unterstützung von bedürftigen Familien und Einzelpersonen; Förderung ökologischer Landwirtschaft; Entwicklungspolitik, die nachweislich zur Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort führt (u.a. über gerechte Handelsabkommen, welche die Lebensbedingungen in den Partnerländern verbessern und über Förderung von Menschen vor Ort, um Fluchtursachen zu verringern); Abkehr vom Wachstumsdenken und Besinnung auf nicht-materielle Werte; und ein Verbot aller Firmenspenden an Parteien, um Politiker unabhängiger von Lobbyisten zu machen.

Im Wahlkampf konzentriere ich mich vor allem auf zwei Themenfelder: Klimaschutz / Energiewende und Mobilität. Denn diese Themen stehen einerseits für unsere Zukunft,
andererseits für unsere Lebensqualtität im Hier und Jetzt. Was die Mobilität betrifft, soll gelten: Mensch vor Auto! Das bedeutet zunächst einmal, dass Sicherheit vor Schnelligkeit steht – daher haben wir eine Kampagne für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Dörfern und Städten. Dabei sollen Durchfahrtsstraßen Tempo 50 behalten (ausser, wenn Gemeinden auch dort Tempo 30 bevorzugen). Die Vorteile einer solchen Änderung sind immens. Eng verbunden mit dem Themenkreis Klimaschutz/ Energiewende/ Mobilität sind andere Themenfelder wie Flächenverbrauch, Landwirtschaft, Biodiversität, Einwirkung auf Fluchtursachen, globale Gerechtigkeit, Wissenschaft und Bildung.

Über Dr. Maiken Winter

Ich bin in München-Schwabing geboren und aufgewachsen und war dort zunächst in der LBV-Jugendgruppe aktiv, nahm an Demonstrationen gegen das Waldsterben teil und sammelte  Unterschriften gegen die Zerstörung des Allacher Forstes.

Damals ging es mir um den Erhalt der Natur in meinem Lebensumfeld. Inzwischen dürfte uns allen klar sein, dass wir nur dann die Natur effektiv schützen können, wenn wir in einem viel größeren Rahmen denken. Der Schutz eines kleinen Gebietes hilft nur noch begrenzt wenn sich das dortige Klima stark verändert. Heutzutage ist ein vernetztes Arbeiten zwischen allen Akteuren notwendig. Daher liegt es mir sehr am Herzen, zwischen verschiedenen Akteuen zu vermitteln. Als Politikerin stehen mir dazu ganz neue Möglichkeiten zur Verfügung.

Mich motiviert:

  • Die Liebe zur Natur, die ich als unbedingt schützenswert empfinde.
  • Ein Gerechtigkeitsempfinden, denn diejenigen Menschen werden als Erste und am stärksten unter den Folgen der Destabilisierung des Klimas leiden, die am wenigsten dazu
    beigetragen haben.
  • die technische Machbarkeit effektiven Klimaschutzes. Modelle zeigen, dass wir innerhalb weniger Jahrzehnte aus fossilen Energien aussteigen können. Dass wir dennoch nicht genügend Anstrengungen unternehmen, ist für mich vollkommen inakzeptabel.

Aber noch kurz etwas mehr zu meinem Werdegang: Nach dem Biologiestudium in Tübingen lebte ich 14 Jahre in den USA, wo ich meine Doktorarbeit an Vogelpopulationen in der Prärie machte. Zehn Jahre lang arbeitete ich an der Cornell University, Laboratory of Ornithology. Danach zog es mich zurück in die alte Heimat. Es ist erstaunlich, was einem fehlt, wenn man nicht dort wohnt, wo man herkommt. So geht es sicherlich auch den vielen Menschen, die bei uns Zuflucht suchen. Alltägliches, wie der Gesang des Rotkehlchens oder der Amsel, auch das Glockenläuten; frei, zu wandern, wohin das Herz begehrt – oder einfach quer durch einen See zu schwimmen … das alles ging mir sehr ab. Die viel bessere (wenn auch weiterhin verbesserungsfähige) Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs, die größere Vielfalt der regionalen Landwirtschaft, der Ausbau der erneuerbaren Energien – das waren für mich sehr wichtige Aspekte. Ich war überzeugt, dass Deutschland das Land ist, das vorangeht, um der Welt zu zeigen, wie man effektiv gegen die Destabilisierung des Klimas vorgehen kann, und ich wollte dabei mithelfen. Das war sehr optimistisch; es gibt noch allzu viel zu tun. Auch deswegen kandidiere ich nun für den Bundestag.

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