Gibt es von europäischer Seite Initiativen Serbiens Präsident Vucic für sein Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung klar und scharf zu kritisieren?
Die EU hat leider die zivilgesellschaftlichen Bewegungen in Ungarn, als noch Zeit war, Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, die sich heute verfestigt haben, schmählich im Stich gelassen.
Deutliche Signale an Serbien als Beitritts-Kandidat könnten Wirkung auf die Regierung Vucic haben und würden der Zivilgesellschaft den Rücken stärken.
Eine EU, die die Zivilgesellschaft in Beitrittsländern im Stich lässt, wenn es darauf ankommt, lässt ihre eigenen Werte im Stich.
Ist die aktuelle Lage in Serbien Thema im Parlament, und wenn ja, welches Bild zeichnet sich ab? Sollte die Lage in Serbien bisher kein Thema oder kaum ein Thema sein: Woran könnte das Ihrer Meinung nach liegen? Wie ist Ihre Haltung dazu?
MfG, Karin V.
Der demokratische Rückschritt in Serbien hat gezeigt, dass demokratische Verhältnisse nirgendwo selbstverständlich sind. Studierende müssen jederzeit das Recht auf friedliche Proteste sowie auf freie und faire Wahlen in ihrem Land haben.
Ein Jahr nach der Tragödie von Novi Sad hat das Europäische Parlament über eine gemeinsame Entschließung zur politischen Polarisierung und Repression unter der serbischen Regierung beraten und mit deutlicher Mehrheit für deren Annahme gestimmt.

