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Lisa Gärtner
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Frage von Margret G. •

Frage an Lisa Gärtner von Margret G. bezüglich Außenpolitik und internationale Beziehungen

Liebe Frau Gärtner,
CDU und SPD haben sich darauf geeinigt, das Thema der wachsenden Kriegsgefahr aus dem Wahlkampf heraushalten zu wollen. Als hätte Deutschland nichts damit zu tun. Viele Menschen meiner Generation - ich bin 93 Jahre alt - sorgen sich sehr um die expansive NATO-Politik gegenüber Russland und Osteuropa. Was tun Sie in dieser Frage?
Vielen Dank!
M. G.

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Antwort von
MLPD

Hallo Frau G.,

entschuldigen Sie zunächst einmal sehr die späte Antwort!!

Dabei sprechen Sie ein äußerst wichtiges Thema an. Tatsächlich sind wir seit Jahrzehnten nicht mehr so nah an einem erneuten Weltkrieg. Wir haben in Deutschland angesichts der Verantwortung für zwei Weltkriege eine besondere Verantwortung, das zu verhindern!

Die Internationalistische Liste/ MLPD stellt die Losung auf: Gegen jede imperialistische Aggression! Wir richten uns gegen das aggressive Verhalten sowohl der NATO wie auch anderer imperialistischer Kräfte wie Russland, Chinas, der Türkei u.a. In Syrien, Ukraine oder in Nordkorea sieht man, wie überall mehrere Kräfte "mit den Säbeln rasseln", um ihre Macht- und Einflussgebiete auszubauen.

Wir wenden uns hier insbesondere gegen die deutsche Außenpolitik, die keineswegs so "friedliebend" ist, wie sie sich immer gerne darstellt. Erst vor Kurzem hat die Bundeswehr ihr Aufgebot in Afghanistan erhöht; sie ist in zahlreichen Ländern vertreten. Alle bürgerlichen vertreten einen enormen EU-Chauvinismus und antworten auf Trump mit "Europa zuerst". Damit provozieren sie mit!

Ich persönlich bin aktiv für den Aufbau einer neuen Friedensbewegung. Die erste politische Aktion, die ich geleitet habe, war eine Kundgebung gegen den Afghanistan-Krieg 2001 an meiner Schule (damals war ich Schülersprecherin). Besonders in der Jugendarbeit leiste ich antiimperialistische und antifaschistische Aufklärung und beteilige mich selbstverständlich jedes Jahr am Antikriegstag, der mittlerweile international von der ICOR (Internationale Koordinierung der revolutionären Organisationen und Parteien) begangen wird.

Letztlich braucht es eine internationale, sozialistische Revolution, um der Kriegstreiberei ein Ende zu setzen!

Für Sie und Ihre Gesundheit alles Gute!! Ich habe in den letzten Wochen auch manche ältere Leute getroffen, die sich für alt erklärtten, als dass sie sich noch einmischen wollen. Genau richtig, dass Sie das anders sehen! Eine Frage: Würden Sie vielleicht einmal für das Jugendmagazin "REBELL" ein kleines Interview geben, um junge Menschen mit Ihrer Lebenserfahrung vor der Gefahr eines Weltkriegs zu warnen?

Mit freundlichen Grüßen!

Lisa Gärtner

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