Was werden Sie konkret für einen sicheren und besseren ÖPNV, Rad- und Fußverkehr in Karlshorst unternehmen?
Es gibt keine Radwege.
Der Straßenbahnbetrieb ist bei allen Ampelschaltung nachgeordnet.
Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Mein Ziel bleibt keine Verkehrspolitik gegeneinander, sondern sichere und verlässliche Mobilität für Fußgänger, Auto- und Radfahrer, ÖPNV-Nutzer sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Entscheidend sind für mich konkrete Verbesserungen an den bekannten Gefahrenstellen – nicht nur allgemeine Ankündigungen.
Meine konkreten Schwerpunkte sind:
- Straßenbahn zuverlässiger und schneller machen: Ich habe den Senat mehrfach mit Schriftlichen Anfragen zum 10-Minuten-Takt der Linie 21, zur Inbetriebnahme der Linie 22 und zu den erforderlichen Baumaßnahmen befragt. Nach dem angekündigten Zeitplan soll die Linie 21 ab Dezember 2026 zwischen Blockdammweg und Marktstraße im 10-Minuten-Takt verkehren. Ich werde weiterhin auf die Einhaltung dieses Zeitplans und einen verbindlichen Termin für die Linie 22 drängen.
- Ampelschaltungen überprüfen: Die Ampelschaltung an der Treskowallee auf der Höhe des S-Bahnhofs Karlshorst bleibt ein großes Problem und muss angepasst werden. Das wird die Aufgabe des nächsten Senats sein. Das Thema werde ich weiterhin eng begleiten.
- Lücken im Radverkehrsnetz schließen: Ihr Hinweis benennt reale Defizite: Karlshorst verfügt zwar über einzelne Radverkehrsanlagen und seit Kurzem über die rund 1,1 Kilometer lange Fahrradstraße Hentigstraße–Cäsarstraße–Römerweg. Ein durchgängiges, sicheres und sinnvoll verbundenes Radwegenetz gibt es aber noch nicht. Die neue Fahrradstraße ist ein Baustein, ersetzt aber keine durchgängigen sicheren Verbindungen. Wichtig sind insbesondere sichere Anschlüsse an die Treskowallee, den S-Bahnhof Karlshorst, die Schulen und die angrenzenden Wohngebiete. Zugleich müssen Beschilderung, Verkehrsführung, Erreichbarkeit der Grundstücke für die Kiezanwohner und Auswirkungen auf die Nachbarschaft regelmäßig ausgewertet und bei Bedarf korrigiert werden. Dazu habe ich bereits ein Nachbarschaftstreffen durchgeführt und konkrete Anträge für die BVV vorbereitet.
- Fuß- und Schulwege sichern: Ich setze mich weiterhin für sichere Querungen an der Marksburgstraße/Sangeallee, an der Robert-Siewert-Straße auf Höhe des Römerwegs sowie für barrierefreie und instand gesetzte Gehwege ein. Diese Entwicklungen werde ich weiter begleiten und auf eine zügige Umsetzung drängen.
Für weitere mögliche Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und wünsche Ihnen einen schönen Tag.
Mit freundlichen Grüßen
Lilia Usik

