Wie setzt sich die SPD gegen die Honorarkürzungen seit 1.4.26 und geplanten weiteren Kürzungen bei der psychotherapeutischen Versorgung ein?
Sehr geehrte Frau Otto,
seit 1999 bin ich in Eppendorf mit Kassensitz niedergelassen, vorher ich im Delegationsverfahren tätig. In diesen 30 Jahren haben Psychotherapeut*innen in Hamburg Strukturen aufgebaut, um psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren und genauso gut zu versorgen wie somatische Erkrankungen. Durch die willkürlichen Honorarkürzungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 4,5 % seit dem 1.4.26 wird die ambulante Versorgung gefährdet. Die Einsparungen der GKV durch diese Kürzungen betragen im Jahr 2026 nur 0,04 %. Die behauptete Honorarsteigerung von über 50 % seit 2012 reduziert sich nach Abzug der durchschnittlichen Inflationsrate auf 1,32 Prozent pro Jahr bei der Facharztgruppe mit geringsten Einkommen. Der Psychotherapiebedarf steigt bei Kindern, Jugendlichen u. Erwachsenen. Stationär wird es viel teurer. Bitte setzen Sie sich gegen Kürzungen und für eine bedarfsdeckende und angemessen vergütete ambulante Versorgung ein. Vielen Dank.
Christiane J.

