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Laura Hopmann
CDU
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17 / 21 Fragen beantwortet

Warum soll ein Dienst für unsere Gesellschaft "zweifellos" ein Gewinn für diese und ganz besonders für junge Menschen sein? 2. Haben Sie einen solchen Dienst (bzw. ein Äquivalent dazu) geleistet?

Guten Tag Frau Hopmann,

vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Frage bezüglich einer allgemeinen Dienstpflicht.

https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/laura-hopmann/fragen-antworten/1-sind-sie-fuer-die-einfuehrung-einer-allgemeinen-dienstpflicht-2-wenn-ja-haben-sie-einen-zu-dieser

Zitat daraus: "Zweifellos ist ein Dienst für unsere Gesellschaft auch ein Gewinn für dieselbe - und ganz besonders auch für junge Menschen."

Leider führen Sie keine Argumente dafür an, warum ein Dienst für unsere Gesellschaft zweifelslos ein Gewinn sein soll. Würden Sie das bitte nachholen?

Warum sollen junge Menschen in sozialen Projekten für lau arbeiten während Steuerbetrug (z.B. Cum-Ex), ein teils dreister Wirtschaftslobbyismus und eine m.E. willkürliche Inflation private Kassen füllen?

Sie passen auf die Frage ob Sie selber ein Jahr gering vergütet sich sozial (z.B. in einen FSJ) engagiert haben. Würden Sie diese bitte beantworten?

Viele Grüße Thomas S.

Frage von Thomas S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche

Sehr geehrter Herr S.,

vielen Dank für Ihre Rückfrage. 

Beim Gesellschaftsjahr geht es um Arbeit in sozialen oder gesellschaftlich relevanten Einrichtungen. Es geht darum, eine Seite des Lebens kennenzulernen, die außerhalb der eigenen Prägung liegt und darum, Kontakte zwischen Menschen zu fördern.

Es geht darum, das Bewusstsein für unsere Gemeinschaft zu fördern und wach zu halten, und vor allem das Bewusstsein für einander.

Persönliche Begegnungen und das bewusste Auseinandersetzen mit den unterschiedlichen Erfahrungswerten, Perspektiven und Lebensentwürfen unserer Mitmenschen, sind die Basis für gegenseitiges Verständnis und Toleranz.

Das Gesellschaftsjahr kann genau hierfür einen Beitrag leisten und in diesem Sinne eine Bereicherung für die Menschen sein. 

Gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, ist ein zentrales Anliegen der CDU.

Selber habe ich seit meinem 18. Lebensjahr immer neben Schule/Studium gearbeitet und mich ehrenamtlich engagiert. 
Ich mache mir viele Gedanken um die von Ihnen aufgeworfenen Fragen und könnte mir gut vorstellen, dass man ein Gesellschaftsjahr/Pflichtjahr oder wie man es auch immer nennen möchte, auch ersetzen könnte, wenn man sich regelmäßig und dauerhaft ehrenamtlich wie zum Beispiel in der Freiwilligen Feuerwehr oder ähnliches engagiert. Es wäre nicht in meinem Sinne, wenn junge Menschen für so einen Dienst beispielsweise auf Grund des Erreichens eines bestimmten Alters ihre Ausbildung unterbrechen müssten.

Trotzdem muss allen klar sein, dass die Menschen in unserer Gesellschaft nicht nur Rechte haben können, sondern auch Pflichten. Ohne Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft gerade auf dem Land funktioniert unser Zusammenleben nicht.

Mit freundlichen Grüßen 
Laura Hopmann MdL

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