Warum werden Goldreserven nicht verkauft und stattdessen lieber Schulden aufgenommen?
Sehr geehrter Herr Klingbeil,
derzeit gibt es große Diskussionen bezüglich der Lagerung der deutschen Goldreserven in den USA.
Die Staatsverschuldung ist von 2019 (1,889 Bio. €) bis 2024 (2,608 Bio. €) um 37,3 % gestiegen. Der Goldpreis hat am 28.01.2026 eine neue Höchstmarke in Höhe von 4490 €/Feinunze erreicht. Während Sachsen beispielsweise seine Bitcoin-Milliarden rechtzeitig verkauft hatte, um einen Kursverfall abzuwenden, nimmt der Bund offenbar lieber Schulden auf, statt Kursgewinne aus dem Gold mitzunehmen.
Ein Verkauf eines Teil des Goldschatzes an der Börse in New York würde teure Logistikkosten ersparen und könnte die Aufnahme von weiteren Krediten verhindern. Wieso nutzt die Bundesbank nicht die Gelegenheit, sich gerade angesichts des hohen Preises und der Unsicherheit bei der Lagerung in den USA zumindest einen Teil zu verkaufen?

