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Katrin Staffler
CSU
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Frage von Sophie S. •

Wie stehen Sie persönlich zur geplanten Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung?

Sehr geehrte Frau Staffler,die geplante Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung betrifft mich massiv. Ich müsste voraussichtlich bis 68 oder 69 arbeiten. Das ignoriert, dass viele Berufe nicht so lange ausgeübt werden können und bedeutet eine faktische Rentenkürzung für meine Generation, die seit Jahrzehnten verlässlich einzahlt.Dazu habe ich folgende Fragen an Sie:
- Welche alternativen Maßnahmen (z. B. Einbeziehung anderer Einkommensarten oder Steuerzuschüsse) befürworten Sie, um das System zu stabilisieren, ohne das Rentenalter immer weiter anzuheben?
- Werden Sie dieser Reform zustimmen, wenn sie im Bundestag zur Abstimmung steht?Über eine konkrete Rückmeldung freue ich mich.Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von CSU

Sehr geehrte Frau S.,

die geplante Reform setzt die Vorschläge einer Expertenkommission um, um unser Rentensystem zukunftssicher und generationengerecht aufzustellen. Ein zentraler Meilenstein ist der kluge Einstieg in den Kapitalmarkt: Nach dem erfolgreichen schwedischen Vorbild investieren wir einen Teil der Beiträge renditestark in einen staatlichen Aktienfonds. Das entlastet die Beitragszahler spürbar, deckelt die Abgaben nach oben und sichert die Renten der Zukunft nachhaltig ab. Ein demografischer Faktor sorgt dabei für eine faire Balance zwischen Jung und Alt, indem er Rentensteigerungen künftig solide und stabil an die Lohnentwicklung koppelt.

Um der gestiegenen Lebenserwartung gerecht zu werden, passen wir die Regelaltersgrenze zwischen 2031 und 2041 schrittweise von 67 auf 67,5 Jahre an. Gleichzeitig entwickeln wir die bisherige Rente zu einem gerechteren und flexibleren System weiter: Für Menschen, die gesundheitlich stark belastet sind, schaffen wir verlässliche Härtefallregelungen. Wer hingegen freiwillig über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus arbeiten möchte, wird mit der neuen Aktiv-Rente gezielt belohnt. Künftig sind steuerfreie Hinzuverdienste von bis zu 2.000 Euro pro Monat möglich.

Zudem stellen wir die Rentenkasse auf ein breiteres Fundament. Mit dem schrittweisen Aufbau einer Erwerbstätigenversicherung nehmen wir künftig auch neu Selbstständige und Abgeordnete mit in die gemeinsame Verantwortung. Für maximale Klarheit sorgt künftig eine transparente Nettoersatzquote, flankiert von einer gestärkten betrieblichen Vorsorge und einem innovativen, staatlich geförderten privaten Altersvorsorgedepot ab 2027. Es geht also keineswegs um Abschaffung, sondern um eine verlässliche Stärkung für alle Generationen.

Herzliche Grüße

Katrin Staffler

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