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Katrin Staffler
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Frage von Philipp H. •

Wie kann man denn überhaupt noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekommen?

Ich versuche, das aus Sicht der Beteiligten nachzuvollziehen: Ein Arbeitgeber kann eine Stelle künftig vier Jahre lang ohne jeden Sachgrund befristen, statt wie bisher zwei. Umgekehrt weiß eine Beschäftigte vier Jahre lang nicht, ob sie danach weiterbeschäftigt wird – ein Zeitraum, in dem viele einen Kredit aufnehmen, eine Wohnung suchen oder eine Familie gründen.

Meine Fragen:

• Welcher konkrete Anreiz bleibt einem Unternehmen, jemanden unbefristet einzustellen, wenn es dieselbe Person vier Jahre lang risikolos befristen kann?

• Wie bewerten Sie das Verhältnis von „mehr Einstellungen” zu „weniger Planungssicherheit” auf Seiten der Beschäftigten?

Über Ihre Einschätzung würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr H.,

bezüglich der Anreize für unbefristete Einstellungen gilt es zu bedenken, dass Unternehmen heute in einem harten Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte stehen. Durch den akuten Fachkräftemangel müssen Betriebe attraktive Perspektiven bieten, um Personal langfristig zu binden und eine Abwanderung zur Konkurrenz zu verhindern. Zudem sind die Einarbeitungskosten für neues Personal hoch, sodass sich diese Investition für Unternehmen meist nur bei einer dauerhaften Beschäftigung auszahlt. Planungssicherheit für die Beschäftigten steigert nachweislich die Motivation und damit auch die Produktivität, weshalb Arbeitgeber von sich aus ein großes Interesse an stabilen Arbeitsverhältnissen haben.

Die Praxis zeigt deutlich, dass gute Leistung in der absoluten Mehrheit der Fälle schon weit vor dem Ablauf von Maximalfristen direkt in eine Festanstellung führt.

Herzliche Grüße

Katrin Staffler

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