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Katrin Staffler
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Frage von Markus L. •

Hallo Frau Staffler! Finden Sie es ethisch und moralisch noch vertretbar, dass sich die Bundesregierung weiter mit aller Macht gegen die angemessene Erhebung von Erbschafts- & Vermögenssteuer stellt?

Etwas mehr als 1% der deutschen Bevölkerung verfügt über mehr als 50% des gesamten deutschen Vermögens (Quelle: https://de.statista.com/infografik/36261/deutsche-nach-finanzvermoegensklassen-verteilung-des-deutschen-vermoegens/). 75% der Milliardäre in Deutschland haben ihr Vermögen nicht selbst aufgebaut, sondern geerbt (Quelle: https://www.datapulse.de/milliardaere/). Häufig werden noch Steuerschlupflöcher wie Erbschaftssteuerverschonungsprüfung oder Vermögensübertragung an Stiftungen genutzt.

Ist das gerecht...?!

Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet die Vermögenssteuer (Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland/2024-07/forsa-umfrage-mehrheit-fuer-vermoegenssteuer-deutschland).

Heutzutage sind diese Steuern durch entsprechende Technologie leicht festzusetzen, wir leben nicht mehr in 1997...

PS: Überreiche schaffen keine Arbeitsplätze, hohe Dividenden werden häufig nach umfangreichen Entlassungen ausgeschüttet und die Existenz des Trickle-Down-Effekts wurde widerlegt

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Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr L.,

vielen Dank für Ihre Fragen. Ich lehne eine Erhöhung der Erbschaftsteuer und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer ab, da diese Instrumente die Substanz unserer Wirtschaft angreifen. Das Vermögen in Deutschland liegt meist nicht auf Bankkonten, sondern arbeitet als Betriebsvermögen in Maschinen, Hallen und Innovationen unseres Mittelstands, weshalb eine Substanzbesteuerung Unternehmen unabhängig von ihrer Ertragslage belastet, Investitionen ausbremst und somit Arbeitsplätze gefährdet. 

Zudem handelt es sich bei Vermögen um bereits mehrfach versteuertes Einkommen, dessen erneute Belastung eine ungerechte Doppelbesteuerung darstellt und durch die gestiegenen Immobilienpreise zunehmend auch normale Erben von Einfamilienhäusern trifft. 

Für die Union bedeutet Gerechtigkeit nicht staatliche Umverteilung, sondern Verknüpfung von Haushaltsdisziplin mit Förderung von Aufstiegschancen und Entlastungen für Mittelstand und Unternehmen, um neue Steuereinnahmen durch wirtschaftliches Wachstum, statt über Steuererhöhungen zu erreichen. 

Herzliche Grüße

Katrin Staffler

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