Welche Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach §7 BHO/LHO wurden für die digitale Infrastruktur der Staatsbibliothek durchgeführt und wurden Alternativen wie TI2030 in der Variantenprüfung berücksichtigt?
Sehr geehrte Frau Schmidbauer,
Die Staatsbibliothek modernisiert ihre digitale Infrastruktur. Gleichzeitig entstehen im Projekt TI2030 im Flughafen Tempelhof moderne, sichere und energieeffiziente Technikflächen. Die digitale Infrastruktur der Stabi – Serverräume, Storage, Digitalisierung, Metadaten‑Erschließung, IT‑Betrieb und Redundanzsysteme – könnte dorthin verlagert werden. Lesesäle, Magazine und Publikumsbereiche bleiben am Standort. Die Verlagerung würde Investitionen und Betriebskosten deutlich senken: Einsparungen von 102–143 Mio. € über 50 Jahre, geringerer Kältebedarf, 11.000–15.000 Tonnen CO₂‑Reduktion und Nutzung von Abwärme. TI2030 bietet hohe Sicherheit, stabile Temperaturen, Redundanz und KRITIS‑taugliche Infrastruktur. Förderungen von 50–65 % sind möglich. Die Lösung entlastet die Sanierung der Potsdamer Straße und stärkt Berlin als Digital‑ und Kulturstandort. Gerne können wir Kontakt aufnehmen.
Sehr geehrter S. S.,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Leider bin ich mit den Details der Generalsanierung der Staatsbibliothek (West) am Kulturforum nicht vertraut, zumal die durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz verantwortet wird. Das schließt auch die Frage ein, ob bzw. inwieweit ein Abgleich mit den TI 2030-Planungen der Tempelhof Projekt GmbH stattgefunden hat. Ich gehe aber davon aus, dass die jeweils zuständigen Senatsverwaltungen für Kultur (SenKultGZ) und Stadtentwicklung (SenSBW) Ihnen diesbezüglich umfassend Auskunft geben können.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Schmidberger

