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Katrin Schmidberger
BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN
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Frage von margit s. •

Werden Sie für den Erhalt des SEZ abstimmen?

Guten Tag Frau Schmidberger,

der SEZ-Bau muss erhalten bleiben. Das SEZ war bis 2024 teilweise in Betrieb. Für mehrere Bereiche besteht Sanierungsbedarf. Die Tragkonstruktion ist hingegen vollständig intakt. Warum sollen bestehende Ressourcen vernichtet werden? Abriss und Neubau sind mit Berlins Klimazielen nicht vereinbar. Friedrichshain hat eine der höchsten Einwohnerdichten europaweit und ist bei der sozialen Infrastruktur unterversorgt. Zusätzlicher Wohnungsbau an dieser Stelle verschärft diese Probleme. Warum wird der Wunsch nach Erhalt des Berliner SEZ ignoriert? Was soll der Abriss des Berliner SEZ kosten? Warum sind diese Kosten nicht längst offengelegt? Warum die Eile beim Abreißen?
Freundliche Grüße,
Margit S.

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Guten Tag Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Als Grüne setzen wir uns schon lange für den Erhalt des SEZ und eine neue Machbarkeitsstudie ein. Wir kritisieren das Agieren des Senats in dieser Angelegenheit, insbesondere dass hier die Wünsche der vielen engagierten Menschen für das SEZ ignoriert werden. Insbesondere ist unverständlich, warum offenbar Fakten geschaffen werden sollten, bevor eine Anhörung zum Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen am 02.03. stattfand.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat in der letzten Woche einen Abrissstopp verhängt. Diesen Schritt begrüßen wir und hoffen, dass die Zeit nun genutzt wird, um vorliegende alternative Vorschläge zum Erhalt des SEZ zu prüfen und einen tragfähigen Kompromiss zu ermöglichen. Sowohl die Bedarfe für den Breitensport als auch der dringend notwendige Klima- und Ressourcenschutz müssen bei den Planungen angemessen berücksichtigt werden.

Mittlerweile liegt auch ein neuer Vorschlag mehrerer Initiativen und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor, der ebenfalls in der Ausschusssitzung diskutiert wurde. Dabei sollen Teile des SEZ erhalten und durch vier Wohnhochhäuser ergänzt werden. Der Vorschlag macht erneut deutlich, dass die Schaffung neuen Wohnraums sowie ein Erhalt des SEZ kein Gegensatz sein müssen.

Mehr Informationen zum Konzept finden Sie hier: https://www.baustelle-gemeinwohl.de/2026/03/sez-neu-denken-pm1/

Sie können sich sicher sein: Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen werde ich mich weiterhin für den Erhalt des SEZ einsetzen.

Herzliche Grüße

Katrin Schmidberger

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