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Katrin Schmidberger
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Frage von Catrin S. •

Warum soll das SEZ in Berlin-Friedrichshain abgerissen werden? Ein wichtiges und architektonisch einmaliges Freizeitzentrum im östlichen Zentrum unser Stadt Berlin

Sehr geehrte Frau Schmidberger,

sehr viele Menschen bemühen sich seit Jahren, dieses über Jahrzehnte vernachlässigte baulich einmalige Freizeitzentrum inmitten unserer schönen Stadt Berlin vor dem Abriss zu bewahren. Nun sollen einfach Tatsachen dadurch geschaffen werden, dass mit dem Abriss des SEZ einfach am 02. März 26 begonnen werden soll? Investoren wollen dort weiteren Wohnraum schaffen, obwohl dies eines der dichtestbesiedelten Gebiete Europas ist! Der angrenzende Stadtpark"Friedrichshain" ist besonders in den wärmeren Monaten bereits überlaufen, da sehr viel neuer Wohnraum in den letzten Jahren im nahen Umfeld geschaffen wurde und bietet dadurch weniger Erholung.
Damit unsere Stadt lebenswert bleibt, sollten jedoch genügend Freizeitmöglichkeiten und schöne Natur- und Stadtparks zentral erhalten bleiben, gerade in den am dichtesten besiedelten Gebieten. Die Erhaltung des SEZ wäre dafür wichtig!

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,
C. S.
(Berlinerin)

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Antwort von BÜNDNIS 90/­DIE GRÜNEN

Guten Tag Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage.

Als Grüne setzen wir uns schon lange für den Erhalt des SEZ und eine neue Machbarkeitsstudie ein. Wir kritisieren das Agieren des Senats in dieser Angelegenheit, insbesondere dass hier die Wünsche der vielen engagierten Menschen für das SEZ ignoriert werden. Insbesondere ist unverständlich, warum offenbar Fakten geschaffen werden sollten, bevor eine Anhörung zum Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen am 02.03. stattfand.

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat in der letzten Woche einen Abrissstopp verhängt. Diesen Schritt begrüßen wir und hoffen, dass die Zeit nun genutzt wird, um vorliegende alternative Vorschläge zum Erhalt des SEZ zu prüfen und einen tragfähigen Kompromiss zu ermöglichen. Sowohl die Bedarfe für den Breitensport als auch der dringend notwendige Klima- und Ressourcenschutz müssen bei den Planungen angemessen berücksichtigt werden.

Mittlerweile liegt auch ein neuer Vorschlag mehrerer Initiativen und dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg vor, der ebenfalls in der Ausschusssitzung diskutiert wurde. Dabei sollen Teile des SEZ erhalten und durch vier Wohnhochhäuser ergänzt werden. Der Vorschlag macht erneut deutlich, dass die Schaffung neuen Wohnraums sowie ein Erhalt des SEZ kein Gegensatz sein müssen.

Mehr Informationen zum Konzept finden Sie hier: https://www.baustelle-gemeinwohl.de/2026/03/sez-neu-denken-pm1/

Sie können sich sicher sein: Gemeinsam mit meinen Kolleg*innen werde ich mich weiterhin für den Erhalt des SEZ einsetzen.

Herzliche Grüße

Katrin Schmidberger

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