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Katja Strauss-Köster
CDU
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Frage von Kimia H. •

Stehen Sie hinter einer Reform, die Psychotherapeut:innen benachteiligt, Studierende nach Jahren um ihre berufliche Zukunft bringt und psychisch Erkrankten notwendige Hilfe vorenthält?

Sehr geehrte Frau Strauss-Kösters,

ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Psychotherapiestudiums. Fünf Jahre habe ich darauf hingearbeitet, Menschen mit psychischen Erkrankungen zu helfen. Nun muss ich befürchten, dass ich meinen Beruf wegen fehlender Perspektiven gar nicht ausüben kann.

Noch gravierender sind die Folgen für Patientinnen und Patienten: Schon heute warten viele monatelang auf einen Therapieplatz. Wenn Weiterbildungsplätze fehlen und sich die Arbeitsbedingungen für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten weiter verschlechtern, besteht die Gefahr, dass künftig weniger Behandlungen für gesetzlich Versicherte angeboten werden können, obwohl der Bedarf stetig wächst.

Wie wollen Sie Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder Suizidgedanken erklären, dass Hilfe fehlt, obwohl qualifizierte Therapeutinnen und Therapeuten bereitstehen?

Ich bitte um Einsatz gegen Kürzungen und für eine auskömmliche Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung und Versorgung.

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau H.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und die Schilderung Ihrer persönlichen Situation. Ich kann gut nachvollziehen, dass die derzeitige Phase für viele Studierende der Psychotherapie mit Unsicherheit verbunden ist. Wer viele Jahre in Ausbildung und Studium investiert hat, wünscht sich zu Recht verlässliche Perspektiven für den weiteren Berufsweg.

Gleichzeitig verfolgt die Reform das Ziel, die psychotherapeutische Weiterbildung auf eine langfristig tragfähige Grundlage zu stellen und die Qualität der Versorgung dauerhaft zu sichern. Die Neuregelungen sollen dazu beitragen, die Ausbildung stärker zu strukturieren und die Qualifikation für die eigenverantwortliche Berufsausübung bundesweit einheitlich auszugestalten.

Die Bundesregierung verfolgt mit dem Gesetzentwurf das Ziel, die psychotherapeutische Versorgung langfristig zu stärken und zugleich die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems im Blick zu behalten. Dabei gilt es, die Interessen der Patientinnen und Patienten ebenso zu berücksichtigen wie die berechtigten Anliegen der angehenden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Ich bin überzeugt, dass eine nachhaltige Lösung beide Aspekte in Einklang bringen muss.

Ihre Hinweise nehme ich gerne zur Kenntnis und werde sie in meine weiteren gesundheitspolitischen Überlegungen einbeziehen. Ich danke Ihnen für Ihre Nachricht und wünsche Ihnen für Ihren weiteren beruflichen Weg alles Gute.

Herzliche Grüße

Katja Strauss-Köster

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