Jutta Krellmann
DIE LINKE
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Frage von Cuvyvc Cnfvrxn an Jutta Krellmann bezüglich Kinder und Jugend

# Kinder und Jugend 06. März. 2015 - 12:27

Was halten Sie davon, dass die Ausbildung zum Erzieher einen in finanzieller Hinsicht vor viele Schwierigkeiten stellt?

Von: Cuvyvc Cnfvrxn

Antwort von Jutta Krellmann (LINKE)

Dieses Problem gibt es ja leider in vielen sozialen Berufen. Ob nun in der Erziehung, der Pflege oder Physiotherapie. Es ist ein generelles Problem, dass so wichtige Berufe nicht ordentlich vergütet werden. Es bedarf meiner Meinung nach einer generellen Aufwertung sozialer Berufe. Angefangen bei der Ausbildung bis hin zur guten Bezahlung. Wir haben uns mit den Angestellten der Sozial- und Erziehungsdienste in ihrer Tarifauseinandersetzung solidarisch erklärt und sind mit ihnen zusammen auf die Straße gegangen. Für eine Aufwertung ihrer Arbeit. Dafür werde ich auch weiterhin in meiner parlamentarischen Arbeit einstehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Jutta Krellmann

Ergänzung von Jutta Krellmann (LINKE)

Sehr geehrter Herr Pasieka ,

Ich danke Ihnen für Ihre Frage.

Ich habe den Tarifkampf der ErzieherInnen voll und ganz unterstützt. Es geht hierbei um die Aufwertung einer Berufsgruppe. Die Erwartung der Gesellschaft und die Anforderungen an die Beschäftigten steigen kontinuierlich. Das steht in keinem Verhältnis zum Verdienst und auch in keinem Verhältnis zu den belastenden Arbeitsbedingungen. Selbstverständlich geht mit einer steigenden Wertschätzung des Berufsbildes auch ein steigendes Gehalt einher. Dazu kommt das Problem mit befristeten Arbeitsverträgen. DIE LINKE streitet für die Abschaffung von sachgrundlos befristeten Verträgen.

Es geht um Lohn, aber auch um Qualität der Arbeit: Erziehungsberufe sind von chronischer Unterbesetzung geprägt. Fast drei Viertel der Fachkräfte leiden unter dem übermäßigen beruflichen Stress. Wir sprechen hier von Arbeit an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Genau deswegen brauchen wir eine Anti-Stress-Verordnung, in deren Konzept die psychischen Belastungen einbezogen werden.

Wir setzten uns als Opposition dafür ein, der Bundesregierung immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass wir nicht nur irgendwelche Arbeitsplätze brauchen, sondern gute Arbeit!

Ich persönlich finde, dass es nicht angeht, dass Menschen, die Autos bauen, mehr Anerkennung haben als Menschen, die mit Kindern arbeiten. Ich erwarte, dass den Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsbereich die gleiche finanzielle und gesellschaftliche Anerkennung widerfährt, wie einem Facharbeiter aus dem Bereich der Industrie. Und selbstverständlich muss mit einer steigenden Wertschätzung auch ein steigendes Gehalt einhergehen.

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