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Josef Hovenjürgen
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Frage von Tanja L. •

Gesetzliche Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung koppeln

Sehr geehrter Herr Hovenjürgen,

die Rentenkommission hat vorgeschlagen, das gesetzliche Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Wie stehen Sie persönlich zu dieser Koppelung? Befürworten Sie diesen Vorschlag, oder setzen Sie sich im Parlament für alternative Lösungen ein, um Altersarmut zu verhindern und das Rentensystem gerecht zu finanzieren? Über eine kurze Stellungnahme würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
T.L.

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau L.,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an meiner persönlichen Haltung.

Vorab ist wichtig, dass die grundlegenden Entscheidungen zur gesetzlichen Rentenversicherung und einer möglichen Koppelung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung auf Bundesebene getroffen werden – als Landtagsabgeordneter verfolge ich diese Debatte natürlich trotzdem intensiv.

Blickt man auf die jetzige demografische Entwicklung in unserem Land, wird schnell klar, dass wir neue Richtungen einschlagen müssen. Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter, während gleichzeitig weniger Beitragszahler nachrücken. Vor diesem Hintergrund sind die derzeitigen Vorschläge zumindest eine ernstzunehmende Diskussionsgrundlage. Wir müssen jetzt handeln, damit wir auch den zukünftigen Rentnergenerationen noch eine adäquate und verlässliche Rente zahlen können. 

Gleichzeitig bin ich fest davon überzeugt, dass pauschale Altersgrenzen der Lebensrealität vieler Menschen nicht gerecht werden. Eine Kopplung sollte an die jeweiligen Berufe angepasst werden. Ein Dachdecker oder eine Pflegekraft in der Altenpflege kann in der Regel nicht so lange körperlich arbeiten wie jemand in einem reinen Bürojob. Hier müssen passgenaue und flexible Lösungen her, die die tatsächliche Belastung der jeweiligen Berufsgruppen berücksichtigen.

Ich selbst bin mit 15 Jahren ins Arbeitsleben eingestiegen und weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, früh und über viele Jahrzehnte hinweg voll im Beruf zu stehen. Deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, dass Lebensleistung gerecht anerkannt wird und das System fair bleibt.

Klar ist jedoch auch: Ohne eine grundlegende Reform wird es nicht funktionieren, wenn wir die Rente zukunftssicher und generationengerecht finanzieren wollen. Dafür werde ich mich auch weiterhin im Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen auf Bundesebene starkmachen.

Mit freundlichen Grüßen
Josef Hovenjürgen

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