Inwiefern werden Sie sich gegen die geplanten Honorarkürzungen ambulanter Psychotherapie durch die Krankenkassen einsetzen?
Sehr geehrter Herr Wagner,
als Psychologische Psychotherapeutin in Ausbildung wende ich mich an Sie, um meine große Sorge und meinen Protest gegen die beschlossene Absenkung der Vergütung für ambulant tätige Psychotherapeut*innen zum Ausdruck zu bringen. Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat am 11. März 2026 beschlossen, die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen ab April um 4,5% zu kürzen. Unsere Profession hat bereits unverhältnismäßig hohe Ausbildungskosten zu tragen und wird im Vergleich zu anderen Facharzt-Gruppen geringer vergütet. Nun wird in Zeiten steigender Praxis- und Lebenshaltungskosten die Vergütung gekürzt, was neben existenziellen Problemen auch nicht im Einklang mit der Versorgungssituation steht. Es signalisiert eine Geringschätzung unserer Arbeit dar und sollte nicht hingenommen werden. Ich bitte Sie nachdrücklich, sich politisch für eine Rücknahme der Honorarkürzung einzusetzen.

