Guten Tag Herr Ott, Sind Sie bei der Kopplung des Rentenalters dafür oder dagegen?
Sehr geehrte Frau A.,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir stehen für eine Rentenpolitik, die körperliche Anstrengungen der Beschäftigten ernst nimmt. Wer körperlich anstrengende und belastende Tätigkeiten ausgeübt hat, muss auch weiterhin die Möglichkeit haben nach 45 Beitragsjahren früher in Rente zu gehen. Gleichzeitig fordern wir klare und verlässliche Regelungen zur Erwerbsminderungsrente, um Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr oder nur eingeschränkt arbeiten können, abzusichern. Dafür werden wir uns gegenüber dem Koalitionspartner CDU im Bund, der für das Thema Rente zuständig ist, einsetzen.
Ein funktionierender Generationenvertrag erfordert aber auch Anpassungen an die gestiegene Lebenserwartung, sonst funktioniert ein Solidarsystem nicht. Die Vorschläge der Rentenkommission sehen vor, dass das Renteneinstiegsalter sehr langsam steigt, sodass eine Rente mit 70 erst ab dem Jahr 2094 greifen würde – dies betrifft nicht die heute Berufstätigen. Damit Menschen länger arbeiten können, brauchen wir Lösungen, die die Gesundheit und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Mittelpunkt stellen.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Ott

