Wie soll die Qualität der frühkindlichen Bildung gesichert werden, wenn Träger durch finanzielle Engpässe gezwungen sein könnten, Personal abzubauen oder Investitionen zu reduzieren?
Sehr geehrte Frau L.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Die Sorge der Träger ist aus meiner Sicht berechtigt. Gute frühkindliche Bildung braucht ausreichend und entsprechend ausgebildetes Personal, gute Arbeitsbedingungen und eine verlässliche Finanzierung. Die geplante Kita-Finanzierungsreform wird diesen Anforderungen nicht gerecht und verschärft die Situation nur weiter. Stattdessen braucht es endlich umfangreiche Investitionen in die frühkindliche Bildung.
Die Linke im Bundestag fordert daher eine massive Erhöhung der jährlichen Bundesmittel sowie ein Sondervermögen für Investitionen in Kitas. Auch braucht es dringend bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sowie eine Vergütung, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Gute frühkindliche Bildung darf nicht an fehlendem Personal oder knappen Kassen scheitern.
Auch als Landtagsabgeordnete habe ich mich gemeinsam mit meiner Fraktion für eine echte Kita-Reform eingesetzt. Dafür haben wir 2024 einen eigenen Kita-Gesetzentwurf in den Landtag eingebracht, in dem wir unter anderem die vollständige Beitragsfreiheit für Kitas gefordert haben: https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w7/drs/ab_9300/9355.pdf
Da es sich bei der Kita-Finanzierungsreform um ein Landesgesetz handelt, bitte ich Sie, sich unbedingt auch an die zuständigen Landtagsabgeordneten von SPD und CDU zu wenden und auf die folgenschweren Auswirkungen hinzuweisen. Der Gesetzentwurf muss unbedingt zurückgezogen werden.
Mit solidarischen Grüßen
Isabelle Vandre, MdB, Die Linke

