Werden Sie das Koalitionsversprechen halten und die psychotherapeutische Versorgung verbessern statt wie im neuen Gesundheitsgesetzt drastisch verschlechtern durch mehrfache Kürzungen?
Sehr geehrte Frau Düber,
Während Corona soll kein Kind zurückgelassen werden hieß es, dann kam der Krieg und die Kinder haben wieder große Ängste bekommen… die Anfragen in unseren Praxen haben sich seither verdreifacht oder mehr, unser Gehalt, das weit weg ist von 190.000, die vom EBM angegeben werden soll budgetiert und gekürzt werden. Wir sind systemrelevant. Jeder Jugendliche, der jetzt wegen Angst/Depression/Essstörung etc nicht in Ausbildung kommt kostet das System um ein Vielfaches an Folgekosten. Das Leid verlängert sich extrem durch die Wartezeiten, die Krankheiten erst chronifiziert haben. Erst heute weinte wieder ein Mädchen, dass seit der Kindheit missbraucht wurde und nun endlich Hilfe bekommt. Seien Sie für die Kinder da, die haben so gar keine Lobby! Und wir verdienen faire Bezahlung für diese schwere Arbeit!
Quellen: BSG-Urteile 1999/2004, BPtK, DGVT-BV, PTK NRW, Deutsches Ärzteblatt, G-BA
Sehr geehrte Frau K.,
vielen Dank für Ihre eindringliche Nachricht und die Einblicke aus Ihrer praktischen Arbeit. Zu dieser Thematik haben mich in den letzten Wochen zahlreiche Nachrichten erreicht.
Die konkrete Vergütung psychotherapeutischer Leistungen wird nicht unmittelbar durch den Bundestag festgelegt, sondern in der gemeinsamen Selbstverwaltung.
Ihre Rückmeldung aus der Praxis ist dennoch ein wichtiger Hinweis und wird in die weitere Befassung mit dem Thema einbezogen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Hülya Düber

