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Hubertus Heil
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Frage von Matthias K. •

Warum wird bei der Rente, der Gerechtigkeit wegen,nicht die tatsächlich geleistet Arbeitszeit angerechnet?

Guten Morgen Herr Heil, ich in letzter Zeit etwas nachdenklich geworden. Ich hatte vor 2 Jahren mein 40 jähriges Jubiläum und habe das zum Anlass genommen mal zu rechnen.

Ich habe mit 16 Jahren eine Lehre begonnen und diese drei Jahre später abgeschlossen. Bin dann in denn zu einer großen Werkfeuerwehr in 24 Stunden Dienst gegangen.

(sehr hohe Wochenarbeitszeit bedingt durch den Dienst) Es wurden von den 24 Stunden aber nur 16,8 Stunden berechnet. Dort haben ich 24 Jahren meinen Dienst absolviert. Bin dann krankheitsbedingt in den Tagesdienst versetzt worden, in dem ich jetzt seit 16 Jahren ganztägig arbeite. Insgesamt müsste ein normaler Arbeitnehmer 60 Jahre in Tagschicht arbeiten um auf meine Stunden zu kommen, die ich bereits geleistet habe. Deshalb gab es, als ich bei der Feuerwehr angefangen hatte die Rente mit 57, auch wegen der hohen Belastungund der geleisteten Stunden( wir sind keine Beamten). Ich bin jetzt 59 habe diverse Vorerkrankungen muß noch 9J arbeiten ,Insg.51 Jahre

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr K.

das Rentensystem orientiert sich nicht an der Summe der geleisteten Arbeitsstunden, sondern in erster Linie an der Dauer der Versicherungszeiten und den gezahlten Rentenbeiträgen. Das führt dazu, dass Menschen mit besonders langen oder belastenden Arbeitszeiten häufig das Gefühl haben, dass ihr zusätzlicher Einsatz nicht ausreichend berücksichtigt wird.

Gerade Berufe wie der Feuerwehrdienst stellen besondere Anforderungen. Deshalb wünschen sich viele Betroffene, dass die tatsächliche Arbeitsbelastung oder die geleisteten Stunden bei der Rente stärker berücksichtigt werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie ein solches System fair und finanzierbar gestaltet werden könnte, gesellschaftlich und politisch umstritten.

Unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen verdient Ihr jahrzehntelanger Einsatz großen Respekt. Dass Sie nach über 40 Berufsjahren und trotz gesundheitlicher Einschränkungen noch viele Jahre bis zur regulären Rente vor sich haben, empfinden viele Menschen in ähnlichen Berufen als schwer nachvollziehbar. Eine offene und faire Diskussion darüber, wie besondere Arbeitsbelastungen im Rentensystem besser berücksichtigt werden können, wird deshalb im Rahmen der geplanten Rentenreform geführt.

Mit freundlichen Grüßen
Hubertus Heil

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