Horst Schulze
AUF
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Frage von Dagmar L. •

Frage an Horst Schulze von Dagmar L. bezüglich Wirtschaft

Guten Tag, Herr Schulze,

ganz aktuell: wie ist Ihre Meinung zu den Griechenland-Subventionen?

Es grüßt Sie
D.L.

Antwort von
AUF

Sehr geehrte Frau Lückfeldt,

Das Unternehmen Quelle hat immer wieder in defizitäre Projekte investiert, bis es zum Ende pleite ging. Das, so fürchte ich, kann uns auch noch passieren. Ich würde den Griechen gerne helfen, aber ich möchte auch nicht, dass unser Land in den Strudel mit hineingerissen wird. Bereits jetzt stecken über HRE-Bank und Bayrische Landesbank über 8 Mrd Euro in Griechenland. Wer würde denn die Fehlbeträge bezahlen? Wir haben ja jetzt noch nicht die Vorschulden der Regierungen mit FDP- Beteiligung bezahlt.

Man muss auch damit leben, dass eine Geldanlage auch verloren gehen kann und auch Unternehmen pleite gehen. Das ist im Falle eines Landes natürlich sehr hart. Man sollte die Zahlungen für die Kredite einfach aussetzen, zumindest für eine bestimmte Zeit. Island ist da ein Beispiel. Es hat zwar jetzt auch Probleme, aber die Leute kommen wohl rund.

Der Fehler liegt in der Gründung des Euros. Griechenland und andere haben ihr Defizit immer mit einer hohen Inflation ausgeglichen. Das geht in Euroland nicht mehr. Ein weiterer Fehler liegt im Fehlen von Steuerungsinstrumenten im Finanzsektor. Da herrscht teilweise der Wilde Westen. Wir fordern eine Finanztransaktionssteuer, also eine Steuer auf Geldbewegungen. Für den Normalbürger der im Monat X000 einnimmt und wieder ausgibt ist das kaum spürbar, aber wer täglich mehrmals mit hunderttausend spekuliert wird sich das besser überlegen und langfristig arbeiten müssen.

Fazit:
Hilfen nur, wenn Aussicht auf Besserung vorhanden ist.

MfG

Horst Schulze