Portrait von Henry Worm
Henry Worm
CDU

Frage an Henry Worm von Pynen Fgrea bezüglich Gesundheit

18. April 2021 - 15:51

Sehr geehrter Herr Worm,

auf twitter (unter: https://twitter.com/KatharinaKoenig/status/1383505129865760778) teilte ihre Landtagskollegin Katharina König-Preuss ihre Erfahrungen nach einer Kleinunternehmer Veranstaltung im Landkreis Sonneberg. Auch Sie waren dort zugegen. Nach den Schilderungen von König-Preuss intervenierten sie nicht, als widerlegbare Falschinformationen von den Teilnehmern als Argumente benutzt wurden, als ihre Kollegin auf der Bühne beleidigt wurde und schließlich waren es Sie selbst, der sich mit Lockerungsforderungen den Beifall der Anwesenden sicherte.

Meine Fragen hierzu:
Stimmen Sie der Darstellung der Kollegin zu?
Falls ja: Wieso haben Sie nicht interveniert und sich noch auf Kosten der Kollegin bei einem offensichtlich wissenschaftsleugnenden Publikum profiliert? Die unüberbrückbaren Differenzen zwischen CDU und Linke sind hinlänglich bekannt. Trotzdem dürfen diese Differenzen doch kein Hindernis sein, sich kurzfristig mit einer Landtagskollegin zu solidarisieren, die bepöbelt wird und den Falschinformationen zu widersprechen.

Mit freundlichen Grüßen
Clara Stern

Frage von Pynen Fgrea
Antwort von Henry Worm
18. April 2021 - 19:10
Zeit bis zur Antwort: 3 Stunden 18 Minuten

Sehr geehrte Frau Stern,

ihre Schilderung des Sachverhaltes ist aus meiner Sicht nicht zutreffend.
Die Veranstaltung wird durch mindestens 2 Personen moderiert, welche auch immer wieder darauf hingewiesen haben, dass im Rahmen der Veranstaltung kein Redner auf Grund seiner Meinung persönlich beleidigt wird. Frau König Preuss wurde von einem Bürger verbal attackiert, als sie sich als Verfechterin der Zero COVID Strategie erklärte und einige Wochen harten Lockdown zur Bekämpfung von Corona als aus ihrer Sicht einzig wirksame Maßnahme darstellte. Das dies, bei den seit Wochen stark unter der Gesamtsituation zu leidenden Gewerbetreibenden keinen Beifall hervorrufen konnte, war Frau König Preuss bewusst. Die von ihr geäußerte Meinung teile ich in der Sache ausdrücklich auch nicht. Ebenso hat der Moderator unmittelbar nach dieser Äußerung nochmals deutlich auf den Verhaltenskodex hingewiesen.
Das bei vielen Teilnehmern durch die seit Monaten schwierige Situation die Nerven blank liegen, ist aus meiner Sicht verständlich. Auch ich wurde schon in einer der Veranstaltungen massiv verbal angegangen.
Ok, das ist nicht vergnügungssteuerpflichtig, aber es gehört zum politischen Geschäft dazu und damit sollte man auch umgehen können. Zumindest wenn man auch ein gewisses Verständnis für die Einzelschicksale aufbringt.
Im Übrigen wird durch die Teilnehmer auch nicht die Existenz von Corona geleugnet, sondern der seit Monaten nicht überzeugende Umgang seitens der verantwortlichen Politik mit diesem Thema.

Mit freundlichen Grüßen
H. Worm