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Henning Rehbaum
CDU

Frage an Henning Rehbaum von Wbunaarf Ryfgare bezüglich Bildung und Erziehung

10. Juni 2012 - 21:10

Sehr geehrter Herr Rehbaum,

Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes zu den Landtagswahlen haben sich die Schülerinnen und Schüler der 7.3 der Fritz-Winter-Gesamtschule Themen überlegt, die sie im Rahmen ihres Schulalltages für sinnvoll erachten. Die Schüler möchten gerne wissen, wlche Relevanz ihre Themen außerhalb der Schule haben. Wir würden uns über eine Stellungnahme von Ihnen freuen.

1. Auf einigen ihrer Wahlplakate stand, dass die CDU für Nachhaltigkeit steht. Wir setzen uns für Nachhaltigkeit ein, indem wir an unserer Schule grüne Oasen einrichten und Pflegen, damit unsere Mitschüler darin lernen, forschen und sich erholen können. Was halten Sie von mehr grünen Oasen an Schulen? (Marius Meyer, Philip Terbrack, Til Benkel und Christian Hatwig)

2. Die CDU will sich für Familien einsetzen. Fänden Sie es gut, wenn junge Mütter mehr gefördert werden? Könnten die Mütter, die die Schule wegen des Kindes abgebrochen haben den Abschluss mit dem Kind weiterführen, indem sie nur eine reduzierte Stundenzahl haben? Nur so ist es unserer Meinung nach erreichbar, dass sie einen vernünftigen Arbeitsplatz bekommen. (Sarah Farwick, Sarah Terbrack, Jorina Klein, Vivien Piepenbreier und Raha Baghbanzade)

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Elstner (Lehrer)

Frage von Wbunaarf Ryfgare
Antwort von Henning Rehbaum
12. Juni 2012 - 14:44
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 17 Stunden

Sehr geehrter Herr Elstner,

gerne nehme ich zu den Fragen der Schülerinnen und Schüler Stellung:

Frage 1

Ich begrüße es, wenn Kinder und Jugendliche sich in den Schulen mit der Natur auseinander setzen. Grüne Oasen oder Biotope bieten eine gute Gelegenheit, im Unterricht erlernte theoretische Kenntnisse praktisch anzuwenden. Auch fächerübergreifende Ansätze sind denkbar.

Schülerinnen und Schülern können auf diesem Wege die Pflege der Anlage erlernen und so eigenverantwortliches Arbeiten einüben.

So lobenswert die Anlage solcher Oasen ist, so ist stets auch der Arbeitsaufwand zu bedenken, der damit einhergeht. Auch gibt es vor Ort nicht immer die Möglichkeit, solche grünen Räume einzurichten.

Die Schule, der Schulträger, die Schülerinnen und Schüler und auch die Lehrerinnen und Lehrer müssen daher voll und ganz hinter einem solchen Projekt stehen, denn nur dann ist der Nutzen auch über einen längeren Zeitraum gegeben.

Frage 2

2009 gab es in Deutschland 267.000 Frauen unter 25 Jahren mit mindestens einem Kind. 13% dieser jungen Mütter hatten keinen Schulabschluss.
Eine gute Schulausbildung mit einem qualifizierten Schulabschluss ist heute jedoch der erste Schritt und die erste Hürde zu einem selbstverantwortenden Leben.

Junge Mütter mit Kindern haben eine erhebliche Belastung.

Ich bin selbst Vater von Zwillingen und weiß daher aus eigener Erfahrung, was Kindererziehung bedeutet.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für junge Mütter, den Schulabschluss zu machen.
In einem solchen Fall ist das Gespräch mit der Schulleitung zu suchen, um über mögliche Erleichterungen zu sprechen. Generelle Erleichterungen sieht der Gesetzgeber nicht vor.

Für junge Mütter mit Schulabschluss gibt es bereits heute zahlreiche Möglichkeiten eine Teilzeitberufsausbildung. Dies erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität und Leistungsbereitschaft.

Viele Grüße

Henning Rehbaum MdL