Welchen politischen Bruch braucht es, um die seit Jahren stagnierende soziale Segregation in Hamburg-Mitte real aufzubrechen?
Hallo Herr Schmidt,
das Sozialmonitoring zeigt über Jahre stabile, teils verfestigte Statuslagen. Programme wie RISE dokumentieren Fortschritte im Detail, aber keine strukturelle Trendwende. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das: Verwaltung von Ungleichheit statt spürbarer Verbesserung. Wenn Arbeitslosigkeit und Transferbezug konjunkturell steigen, wirken kleinteilige Maßnahmen nicht mehr entlastend. Demokratische Verantwortung verlangt daher eine ehrliche Lageeinschätzung:
- Welche bisherigen Instrumente stoßen an ihre Grenzen – und wo braucht es einen bewussten Kurswechsel, um räumliche Konzentration von Armut tatsächlich zu überwinden?
- Welche bisherigen Grundannahmen der Stadtentwicklungspolitik in Hamburg-Mitte halten Sie heute für nicht mehr tragfähig?
- Und positiv gedacht: Welche eine Maßnahme hätte das Potenzial, bis 2027 einen sichtbaren Bruch mit der bisherigen Stagnation zu erzeugen?

