Günter Pröhl
Liberale Demokraten - die Sozialliberalen -

Frage an Günter Pröhl von Treabg Onpx bezüglich Bildung und Erziehung

02. Mai 2010 - 10:29

Hallo Herr Pröhl,

nachdem ich selbst den Kandidatencheck zur Landtagswahl auf abgeordnetenwatch.de betätigt habe, steht meine Entscheidung, dass ich Sie am kommenden Wochenende mit meiner Erststimme wählen werde, so gut wie fest.

Was mich allerdings irritiert, ist dass sich ausgerechnet bei These 21, die mir besonders am Herzen liegt, keine Übereinstimmung zwischen uns beiden ergeben hat:

"These 21: Muslimischer Religionsunterricht soll in NRW als eigenständiges Fach in deutscher Sprache flächendeckend eingeführt werden."

Wie kommt es, dass sie dieser These zustimmen können? Sollte nicht im Zuge der "Trennung von Kirche und Staat", der sich früher einmal auch die FDP und die Liberalen Demokraten (immer noch) verpflichtet fühlten, eine komplette Abschaffung der religiösen Indoktrination von Schülern an staatlichen Schulen angestrebt werden, anstatt diese auch noch auszuweiten?

http://www.guenter-proehl.de/20%20Jahre%20Liberale%20Demokraten.htm

Meine Zweitstimme werde ich daher der Linkspartei geben, deren Position zur Einführung eines integrativen, konfessionell unabhängigen Ethikunterrichts eindeutig ist.

Grüße aus Köln Buchforst

Gernot Back

Frage von Treabg Onpx
Antwort von Günter Pröhl
02. Mai 2010 - 17:49
Zeit bis zur Antwort: 7 Stunden 19 Minuten

Sehr geehrter Herr Back!

Das Fernziel ist die Trennung von Kirche und Staat, was z. B. auch die Abschaffung von konfessionellen Schulen bedeutet. Auch werden Privatschulen wie die Erweiterung des Gymnasiums Dialog in Köln - Buchheim aus diesem Grund abgelehnt. Allerdings ist hierzu eine Verfassungsänderung erforderlich, die leider nicht so schnell zu erreichen ist.
In dieser Übergangszeit muss nach meiner Auffassung dann aber auch eine Gleichbehandlung erfolgen.
Das Bundesland Berlin hat mit seinem Ethikunterricht eine Möglichkeit aufgezeigt.

Ich hoffe, mit meiner Antwort geholfen zu haben.
Mit freundlichem Gruß

Günter Pröhl