Portrait von Gerhard Liebscher
Gerhard Liebscher
DIE GRÜNEN

Frage an Gerhard Liebscher von Zngguvnf Ubssznaa bezüglich Wirtschaft

12. August 2009 - 10:26

Sehr geehrter Herr Liebscher,

meine Hochachtung zu Ihrem Eintritt bei Bündnis 90 / Die Grünen!
Was hat Sie dazu bewogen?
Sehen Sie Konflikte zwischen Ihren Aufgaben als Manager und den Zielen der Grünen? Welchen Einfluss haben Sie auf das Umweltmanagement Ihres Betriebes?
Welche Schwerpunkte setzen Sie persönlich in der sächsischen Wirtschaftspolitik?

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Freundliche Grüße
M. Hoffmann

Frage von Zngguvnf Ubssznaa
Antwort von Gerhard Liebscher
12. August 2009 - 12:26
Zeit bis zur Antwort: 1 Stunde 59 Minuten

Sehr geehrter Herr Hoffmann,

vielen Dank für Ihr Interesse. Nun zu Ihren Fragen:

Ich komme aus dem schwäbischen Tübingen (Grüne ca. 33%) und bin nach Lottengrün gezogen, wo ich vor ca. vier Jahren bei einer der letzten Kommunalwahlen mir für Wochen die übelsten NAZI Plakate aus dem Wohnzimmer ansehen musste. Danach versenkte die CDU die Landesbank und wollte keine Verantwortung dafür übernehmen, usw, usw. Meiner Frau wurde mein Genörgel dann zu viel und meinte tu endlich was. Da ich seit 79 Grün wähle, habe ich mich dann für diese Partei entschlossen, die im Vogtland ja jede Hilfe brauchen kann.

Nein ich sehe keine Konflikte mit meiner Tätigkeit als Werkleiter bei Philips Plauen. Mit meinen Chefs in Hamburg und Holland ist dies abgesprochen und falls ich gewählt werde, würde ich einen Teil meiner Arbeit ruhen lassen. Ich möchte allerdings weiterhin arbeiten um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

Auf das Umweltmanagement meines Betriebes habe ich wesentlichen Einfluss was ich auch reichlich nutze. (So haben wird den Fernwärmebedarf der Firma auf nahezu Null gebracht durch Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen im Bereich der Drucklufterzeugung. Die Firma Philips hat sich selbst sehr Hohe Umwelt und Energie einsparungsziele gesetzt und legt auf Umweltschutz gesteigerten Wert (siehe auch www.philips.com)

Meine Hauptziele für die sächsische Wirtschaftspolitik wäre die Einflussnahme auf eine Wende in der Energiepolitik weg von der Braunkohle, und hin zur dezentralen Energiegewinnung und Wärmedämmung, die das lokale Handwerk und Mittelständige Betriebe fördern würde. Konkret würde ich mich um die Ansiedlung von innovativen Betrieben in Plauen und dem Vogtland bemühen, so dass wir hier nicht nur verlängerte Werkbankunternehmen aus dem Westen habe, die irgendwann weiter in den Ostenabwandern. Auch möchte ich dem Gegeneinander in der Wirtschaftsförderung zwischen Plauen und dem Vogtland entgegenwirken. Ich möchte auch Ideen entwickeln wie wir startups in die Region holen können. Desweiteren liegt mir die Förderung und Ausweitung der BA am Herzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Liebscher