Frage an Gerhard Klee von Qrgyrs Unezf bezüglich Finanzen

12. Dezember 2007 - 23:00

Sehr geehrter Herr Klee,
Manager werben Aktionäre mit bis zu 20%Dividende.Um deren Ansprüchen zu genügen,werden Maßnahmen zum Erhalt der internen Struktur vernachlässigt, Löhne/Gehälter gekürzt Mitarbeiter entlassen und die Ausbildung des Nachwuchses eingestellt.Die negativen Folgen dieses Handels lasten sie der Gesellschaft an während die Minderheit der Aktionäre profitiert.Welche Maßnahmen wären Ihrer Einschätzung nach nötig und möglich,damit sich die Manager wieder mehr dem Gemeinwohl als den share-holders verpflichtet fühlen?
M.f.G.
D.Harms

Frage von Qrgyrs Unezf
Antwort von Gerhard Klee
18. Dezember 2007 - 13:54
Zeit bis zur Antwort: 5 Tage 14 Stunden

Sehr geehrter Herr Harms,

Sie kennen sicherlich den Film " Das Geld anderer Leute".
Das genau sollten wir nicht wollen.Ein Codex auf freiwilliger Basis durch Wirtschaftprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälten, Verbandsvertretern der jeweiligen Branchen erarbeitet, dürfte sicherlich bessere Ideen entwickeln, als Politiker mit Ihrer oft einseitigen Orientierung.

Der Aktionär ist der Eigentümer und nicht der Politiker oder Kritiker, und der will überzeugt werden auf einen Teil der Rendite zu verzichten, um dafür mehr Wachstum und noch mehr Rendite zu erzeugen.Wenn sich denn die Landes - und Bundespolitik um die Rückkehr von ins Ausland abewanderte Unternehmen bemühen würde, dürfte sich auch im Bereich der Mehrung des Angebotes von Bedarfsartikeln etwas bewegen lassen, und sich ein Umdenken von Manageraufgaben von selbst ergeben.

Die fortschreitende Entwicklung von Monokulturbetrieben in diversen Branchen, zudem mit nur noch einem wesentlichen Anbieter, kann nur durch neue Produktideen durchbrochen werden. Aber da muß dann schon der Geldgeber, Aktionär, überzeugt werden, sein Kapital zu investieren. PPP s und Riskkapital sollten dort eingesetzt werden, wo es geht die Zeit der Entschuldung der Republik, dieser Stadt, sinnvoll zu überbrücken.

Die Politik hat es den Mangern vorgemacht, sich für die Verschuldung aller Bürger auch dann noch bezahlen zu lassen, wenn es an der Zeit gewesen wäre, sich selbst nicht mehr zu bedienen.
Also sollten wir Politiker wählen, die den Managern soviel wirtschaftlichen Anreiz bieten, das Sie gar nicht mehr auf die Idee höherer Entlohnung kommen.

Gruß

Gerhard Klee