Was unternehmen Sie zur Sicherung der Psychotherapeutischen Versorgung, die durch den aktuellen Gesetzentwurf (u.a. durch Budgetierung, weitere Kürzungen) angegriffen und bedroht wird?
Sehr geehrter Herr Kippels,ich wende mich an Sie als Politiker meines Wahlkreises mit großer Besorgnis und Empörung angesichts des geplanten Gesetzentwurfes zur Beitragssatzbegrenzung, in dessen Rahmen massive Einschnitte in der Psychotherapie getätigt werden sollen. Nach den bereits erfolgten Honorarkürzungen droht nun mit der geplanten Rückführung der Psychotherapie in morbiditätsorientierte Gesamtvergütung (MGV), die nicht nur zu weiteren radikalen finanziellen Kürzungen bei PsychotherapeutInnen, sondern zu einer drastisch schlechteren Versorgung und deutlich längeren Wartezeiten führen wird. Als niedergelassener Psychotherapeut habe ich mich aktuell aufgrund der Unsicherheit entschieden, nicht wie geplant einen Kollegen anzustellen, um die Kapazitäten meiner Zulassung voll auszulasten. Dadurch werden nur in meinem Fall wöchentlich 20-25 Patienten weniger behandelt! Daher bitte ich Sie eindringlich, sich bestimmt für Sicherung der Psychotherapeutischen Versorgung einzusetzen.

