Wie passt es zusammen, mehr Arbeit zu fordern und zugleich den Zugang zu Psychotherapie zu erschweren? Gefährdet das nicht Betroffene, schafft neue Erkrankte und führt langfristig zu mehr Arbeitslosen
Sehr geehrter Herr Merz,
Die Bundesregierung und insbesondere die Union betonen immer wieder, dass mehr Menschen arbeiten sollen und der Fachkräftemangel bekämpft werden muss. Gleichzeitig sollen Änderungen in der psychotherapeutischen Versorgung beschlossen werden, vor denen zahlreiche Fachverbände wegen einer möglichen Verschlechterung der Versorgung warnen.
Psychische Erkrankungen sind bereits heute für viele Menschen ein entscheidender Grund, warum sie nicht arbeiten können. Wie passt es zusammen, einerseits mehr Erwerbsbeteiligung zu fordern und andererseits den Zugang zu Psychotherapie zu erschweren?
Wie will die Bundesregierung verhindern, dass dadurch nicht nur mehr Menschen aufgrund unbehandelter psychischer Erkrankungen langfristig arbeitsunfähig bleiben, sondern auch neue Betroffene schwerer oder später Hilfe erhalten und dadurch gesundheitlich gefährdet werden?
Folgende Quelle bietet nocheinmal Zahlen zu dem Problem:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39910607/

