Portrait von Franziska Krumwiede-Steiner
Franziska Krumwiede-Steiner
Bündnis 90/Die Grünen
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Frage von Maike S. •

Was wollen Sie in Berlin konkret für Ihren Wahlkreis erreichen?

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Antwort von
Bündnis 90/Die Grünen

Vielen Dank für Ihre Frage!

In der Frage stecken zwei wichtige Ausgangspunkte für die Antwort: Durch meine Arbeit in Berlin in Kombination mit dem Wahlkreisbüro will ich das Beste für Mülheim erreichen.

Mülheim soll zur klimaneutralen Vorreiterkommune werden und wirtschaftlich stark werden

Die Klimakrise ist die größte Herausforderung aller Zeiten. Auch Mülheim hat die Folgen zu spüren bekommen. Wir werden mit einem Klimafolgenfonds dafür sorgen, dass finanzielle Härten von den Kommunen abgewendet werden können. Mein Ziel ist es aber, vorausschauend Städte mit einem klammen Haushalt wie Mülheim auf den Weg in die Zukunft mitzunehmen. Klimaneutralität ist das Gebot der Stunde und viele Mülheimer Unternehmen sowie die Industrie sind bereit dafür. Grüner Stahl made im Ruhrgebiet in Kooperation mit Siemens wird bis 2026 möglich sein, wenn wir noch jetzt die politischen Rahmenbedingungen abstecken. Das wird sich positiv auf den kommunalen Haushalt auswirken. Wir dürfen hier nicht mehr jedes Jahr über Bäderschließungen, das Theater an der Ruhr, Schulsanierungen oder die VHS feilschen, wir brauchen eine stärkere Finanzkraft, die in erster Linie über eine starke Wirtschaft herzustellen ist. Gleichzeitig darf Klimaschutz eben nicht auf Kosten der Schwächsten passieren, das ist gerade für Mülheim wichtig. Wir haben in Mülheim sehr viele sehr Reiche und sehr viele finanziell arme Menschen. 

Mülheim soll Teil der Energiewende werden. Wir brauchen hier mehr Photovoltaik, mehr Windräder, mehr Brennstoffzellen, mehr Wärmepumpen. Durch steuerliche Anreize und finanzielle Förderungen werden wir das hier schaffen. Dazu gehört auch eine Milliardeninvestition in den ÖPNV durch den Bund.

Mülheim soll Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt rücken

Das Bund-Länder-Kooperationsverbot muss hinsichtlich von Schulneubauten und -sanierungen weiter ausgehebelt werden. Unsere Schulen müssen dringend saniert werden und ins 21. Jahrhundert befördert werden. Ab 2025 gibt es einen Rechtsanspruch auf eine OGS Betreuung. Im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien will ich dafür sorgen, dass Mülheim das finanzielle Fundament für qualifiziertes Personal und gute Lernräume vom Bund erhält.

Mülheim braucht eine lautere Stimme in Berlin

Bisher fällt auf, dass sämtliche Fördertöpfe vom Bund an Mülheim vorbei verteilt werden, zuletzt die Luftfilteranlagen. Es wird darauf geschoben, dass andere Kommunen schneller, besser etc. waren. Ich vermute, dass Mülheim einfach keine laute Lobby in Berlin hat. Ich werde das in Zukunft anders machen, wenn ich gewählt werde.

Von Berlin für Mülheim

Bundestagsabgeordnete dienen allen Deutschen und besonders ihrem Wahlkreis. Dafür erhalten sie ein für mich sehr hohes Budget, um ihr Büro im Wahlkreis zu organisieren. Ich werde, wenn ich gewählt werde, ein offenes und begehbares Büro ausstatten, sodass mein Team und ich hier in Mülheim da sind, für die Herausforderungen der Stadt und der Zukunft. Ich werde dort netzwerken gegen Kinderarmut. Die Kombination aus Mülheimer Büro und Berliner Team kann helfen, um Alleinerziehende zu unterstützen und die Kinderarmut in Mülheim zu senken. Ein bedingungsloses Kindergrundeinkommen in Berlin und gezielte Angebote für Mülheimer Familien mit Mitteln aus dem Familienministerium zu vernetzen, hat hier noch niemand gemacht. Durch meine langjährige Erfahrung und Anbindung an die Kommunalpolitik weiß ich, wie es geht. Daher mache ich auch nicht Stopp bei der Kinderarmut. Mit einem Wahlkreisbüro können wir gute den Umbruch zur ökologischen Landwirtschaft begleiten, wir können Mülheim zur Kommune für Wildbienen/Artenvielfalt werden lassen und die Gesellschaft der Vielfalt besser repräsentieren. Gute Wahlkreisarbeit ist mein oberstes Ziel für Mülheim!

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir Ihre Stimme geben und damit ein Zeichen gegen das Weiter so in Mülheim und im Bund setzen. Wir brauchen jetzt Mut und den Willen zum Anpacken, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Herzliche Grüße,

Franziska Krumwiede-Steiner

 

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