Wann werden mehr Anlaufstellen für Post Vac Betroffene geschaffen?
Ich – und viele andere auch sind an dem Post-Vac-Syndrom nach einer Corona-Impfung schwer erkrankt. Leider erhalten wir nicht die Hilfe, die wir nun benötigen. Dies liegt u.a. daran, dass Post-Vac von der Politik abgestritten wurde und auch Wissenschaftler und Ärzte bestritten, dass die Impfung Long Covid ähnliche Krankheitsbilder hervorrufen könne. Wie kann es sein, dass zwar eine Impfung unter Berufung auf wissenschaftliche Erkenntnisse von der Politik dringend empfohlen wird, wenn aber Komplikationen mit eben dieser Impfung auftreten, dies offenbar niemanden interessiert und die Wissenschaft hier nicht gefordert bzw. gefördert wird? Die Uni-Klinik Marburg ist die einzige Anlaufstelle für Post-Vac-Erkrankte in ganz Deutschland und vollkommen überlaufen. Tausende Menschen sind auf der Warteliste und erhalten seit teilweise über einem Jahr keinerlei medizinische Hilfe!
Sehr geehrte Frau B.,
vielen Dank für Ihre Frage auf abgeordnetenwatch.de
Ihr Anliegen kann bei der Bürgerberatung der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin besser und zielgenauer beantwortet werden. Die Bürgerberatung steht seit über 40 Jahren allen Berlinerinnen und Berlinern mit Rat und Tat zur Seite. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bürgerberatung versuchen gerne, Ihnen zu helfen und Sie zu beraten.
Die Bürgerberatung im Roten Rathaus, Zimmer 77, Berlin-Mitte, kann montags und dienstags von 9:00 – 15:00 Uhr, donnerstags von 9:00 – 18:00 Uhr und freitags von 9:00 – 14:00 Uhr aufgesucht werden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Telefonisch ist die Bürgerberatung unter der Nummer (030) 9026-2020 und per E-Mail unter buergerberatung[at]senatskanzlei.berlin.de zu erreichen. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.berlin.de/rbmskzl/service/buergerberatung/
Darüber hinaus bietet die Regierende Bürgermeisterin mehrmals im Jahr persönliche Bürgersprechstunden an. Hierüber wird gesondert informiert.
Fragen zur Tätigkeit als Abgeordnete im Wahlkreis Rudow werden gerne hier auf der Seite von abgeordnetenwatch.de beantwortet.
Mit freundlichen Grüßen
Team Franziska Giffey
Dieser Text ist ein Standard-Textbaustein, der die Frage nicht beantwortet. Wir zählen sie daher nicht in der Statistik.
Sehr geehrte Frau B.,
bitte entschuldigen Sie die verspätete Antwort.
Ich hoffe sehr, dass es Ihnen inzwischen besser geht. Ich glaube, dass nahezu jede von uns eine Person kennt, die von PostVac oder postviralen Syndromen betroffen ist oder war. Die Symptome bedeuten häufig lebensverändernde Einschnitte, bei denen die Betroffenen dringend Unterstützung benötigen.
Seit Ihrer Nachricht hat sich sowohl auf Bundesebene, als auch im Land Berlin einiges getan, um Betroffenen zu helfen. SPD und CDU/CSU haben sich im Koalitionsvertrag dazu bekannt die Versorgung und Forschung zu PostVac, Long Covid und ME/CFS zu fördern. Dementsprechend hat die Bundesregierung die Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen ausgerufen und fördert in den nächsten zehn Jahren Forschungsprogramme mit insgesamt 500 Millionen Euro. Im Land Berlin gibt es seit 2025 Anlaufstellen und Beratungsangebote, die vom Senat gefördert werden. Mehr erfahren Sie unter: https://www.lv-selbsthilfe-berlin.de/projekte/beratung-hilfe-bei-postviralen-syndromen
Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern bitte nicht, mich direkt zu kontaktieren. Sie erreichen mich per E-Mail unter franziska.giffey@spd.parlament-berlin.de Weitere Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf meiner Webseite https://franziska-giffey.de/kontakt/
Mit Dank für Ihr Verständnis und freundlichen Grüßen
Ihre Franziska Giffey

