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Frage an Franz Weber von Flyivn Uvß-Crgebjvgm bezüglich Innere Sicherheit

09. September 2013 - 06:08

Wie stehen Sie zum Thema "Fracking" in Deutschland, nicht nur in sensiblen Gegenden wie das Bodenseegebiet ?

Frage von Flyivn Uvß-Crgebjvgm
Antwort von Franz Weber
19. September 2013 - 15:08
Zeit bis zur Antwort: 1 Woche 3 Tage

Sehr geehrte Frau Hiß-Petrowitz,

Ihre Frage berührt einen sehr empfindlichen Bereich unserer Lebensgrundlagen.

Bekanntlich kann beim Fracken eine Gefährdung des Trinkwassers nicht ausgeschlossen werden.

Wenn dem so ist, dann darf es nicht zugelassen werden.

Hier bei uns  zwisichen Donau und Bodensee haben sich alle gegen Fracking ausgesprochen, angefangen von der Kirchenmaus bis hin zu den Landräten, sowie auch der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben.

Dieser Verband schickte Im Herbst 2011 an alle Bundestagsfraktionen und im Besonderen an die Volksvertreter aus unserem Bereich die Bitte, das Fracking zumindest in der Bodenseeregion nicht zuzulassen.

Anfang des Jahres fragte ich bei einer Sitzung des Planungsausschusses dieses Verbandes, ob in diesem Schreiben an die Abgeordneten auch eine Änderung des Bergrechts verlangt wurde, bekam ich zur Antwort, dass dies nicht geschehen sei. Als ich dann darum bat, dies nachzuholen, kam das Signal, nicht schon wieder mit einer Bitte dort vorstellig zu werden.

Ferner erhielt ich bei dieser Versammlung den Hinweis, dass es derzeit im Bundestag keine Mehrheit für die Änderung des Bergrechts und ein Verbot von Fracking gäbe; denn es würden ca. 20.000 Arbeitsplätze daran hängen.

Das Abstimmungsverhalten am 13.12.12 zeigte klar, dass diese Mehrheit tatsächlich  nicht vorhanden ist. Alle unsere Volksvertreter der Regierungsparteien aus unserem Raum haben sich nicht gegen Fracking ausgesprochen.

Meine Frage geht bei dieser ganzen Diskussion dahin, wieviele qm Fläche in Deutschland ohne Niederschläge sind.

Denn wo er Niederschläge gibt, da gibt es in der Regel auch Grundwasser. Und das Grundwasser ist fast immer potenzielles Trinkwasser. Da wir die Grundwasserströme nur sehr ungenau oder gar nicht kennen, ist es ganz klar, dass dieses Grundwasser in keiner Weise gefährdet werden darf.

Daher ist Fracking für g a n z  Deutschland zu verbieten.

Selbst wenn ein Fracking ohne Chemikalien möglich wäre, müsste man es verbieten. Denn die rückfließenden Spülwässer sind meist radioaktiv belastet. Und von dieser Art Sondermüll habe wir wirklich schon genügend.

Gute Infos zum Fracking gibt es beim Umwelt-Institut in  München.

Ich hoffe, Ihre Frage damit beantwortet zu haben.

Freundliche Grüße

Franz Weber